Düsseldorf setzt die Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und Aufenthaltsqualität am Worringer Platz fort. Der geplante Rückbau der Glasbausteinbänke hat am Montag begonnen. Der eigentliche Abriss hat sich jedoch auf Dienstag verschoben, da ein unbekanntes Kabel gefunden wurde, welches zwar stromlos ist, aber von den Stadtwerken nicht freigegeben werden konnte.
Im Vorfeld der Arbeiten wurden am Montag die Stromanschlüsse der hinterleuchteten Sitzmöbel durch die Stadtwerke entfernt. Zudem hat die Awista die Hohlräume der Bänke gereinigt, um eine sichere Entfernung zu gewährleisten.
Der Rückbau erfolgt in Teilabschnitten, wobei auf einer Gesamtlänge von 77 Metern die bestehenden Glasbänke entfernt und durch neue Stadtmöbel ersetzt werden. Parallel dazu wird die Beleuchtungssituation durch den Austausch veralteter Leuchtmittel und die Installation neuer Lichtquellen optimiert.
Die Maßnahme ist Teil des Projekts “Sicherheit im Bahnhofsumfeld” (SiBu), das von der Stadt Düsseldorf in Kooperation mit der Polizei und weiteren Partnern umgesetzt wird. Ziel des Programms ist es, die Ordnung und Sicherheit im Bahnhofsumfeld zu erhöhen und langfristig für eine verbesserte Aufenthaltsqualität zu sorgen. Bereits im Vorfeld wurde der nicht mehr genutzte Gastronomiepavillon am Worringer Platz entfernt.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller betonte die Bedeutung der Umgestaltung: “Eine offenere Gestaltung des Platzes und eine bessere Einsehbarkeit sind zentrale Schritte, um das Sicherheitsgefühl in diesem Bereich zu stärken. Diese baulichen Veränderungen werden von sozialen und gesundheitlichen Hilfsangeboten begleitet, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.”
Nach der Entscheidung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses vom 19. März wird neben dem neuen Stadtmobiliar auch die Beleuchtungssituation mit insgesamt sechs neuen Leuchten und leistungsstärkeren Leuchtmitteln optimiert. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Beleuchtung am Worringer Platz auf warmweiße LEDs umgestellt, um die Sichtverhältnisse insbesondere für Einsatzkräfte zu verbessern.
Die geplanten Maßnahmen stoßen jedoch nicht nur auf Zustimmung. Die Künstlerin Christiane Voigt, die an der ursprünglichen Gestaltung des Platzes beteiligt war, hatte sich vehement gegen den Abriss der Glasbänke ausgesprochen. In einer E‑Mail an Oberbürgermeister Stephan Keller kritisierte sie die Entscheidung und verwies auf die ursprünglich kriminalpräventive Konzeption der Bänke. Zudem machte sie auf die erheblichen Kosten des Rückbaus aufmerksam und argumentierte, dass eine andere Lösung nachhaltiger und wirtschaftlicher gewesen wäre. Ihr Einspruch konnte den Beschluss jedoch nicht mehr verhindern.
Der Rückbau der Glasbänke stellt einen weiteren Schritt in der Neugestaltung des Worringer Platzes dar und soll zur Aufwertung des gesamten Quartiers beitragen.
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