
Das Goethe-Museum im Schloss Jägerhof, Jacobistraße 2, lädt am Donnerstag, 5. Februar 2026, zu einer Buchvorstellung mit dem Spiegel-Bestsellerautor Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt ein. © Philipp Kaehlbrandt
Das Goethe-Museum im Schloss Jägerhof, Jacobistraße 2, lädt am Donnerstag, 5. Februar 2026, zu einer Buchvorstellung mit dem Spiegel-Bestsellerautor Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt ein. Die Veranstaltung zu “Von der Schönheit der deutschen Sprache. Eine Wiederentdeckung” beginnt um 19 Uhr.
In seinem vorigen Bestseller “Deutsch – eine Liebeserklärung” hatte Roland Kaehlbrandt das Vorurteil widerlegt, die deutsche Sprache sei schwer zu erlernen und umständlich im Gebrauch. Doch ein ebenso verbreitetes Vorurteil ließ ihm keine Ruhe: Die deutsche Sprache sei unschön, unmelodisch, ohne jede Eleganz, ohne Esprit und Witz. Kaehlbrandts neues Buch zeigt stattdessen, wie sehr die deutsche Sprache zur Schönheit begabt ist. Weil sie klangvoll ist, weil sie zu Nuancen einlädt, und weil sie klar, anschaulich, anmutig, elegant und sogar voller Witz sein kann. Das Buch ist eine Schatztruhe an Sprachschönheiten, leichtgängig erklärt und leserfreundlich aufbereitet. Der Autor spürt sie auf in Wörtern, Sätzen, Stellen, Versen, Liedern, Reden, im Sprachwitz und in Mundarten.
Karten können für fünf Euro (ermäßigt drei Euro) per E‑Mail an goethemuseum@duesseldorf.de oder telefonisch unter 0211–8992393 sowie 0211–8996262 vorbestellt und an der Museumskasse abgeholt werden.



Bei der Ankündigung der Lesung im Goethe(!)-Museum kommen mir einerseits Tränen der Rührung, andererseits aber auch ein spöttisches Lächeln über ein Stück Realsatire in unserem Land: “Von der Schönheit der deutschen Sprache” kündet die Lesung des Bestsellerautors Prof. Kaehlbrandt. Am 18.Januar lamentiert dagegen die RP-Redakteurin D.Krings unter der Überschrift “Wird Goethes Sprache zu kompliziert für Jugendliche?” über die Tendenz “Klassiker light” an Schulen zu “kultivieren”. Nachdem kürzlich noch das schriftliche Dividieren als überfordernder Übergriff auf unsere Heranwachsenden entlarvt wurde, steht nun die Sprache unter Generalverdacht, in unzumutbarer Weise unseren Nachwuchs zu belasten: Die Lösung sind Klassiker in “einfacher Sprache”! Das Herunterschrauben der schulischen Anforderungen geht zudem Hand in Hand mit der Predigt zur allein seligmachenden KI — woher allerdings der Fachkräftemangel resultiert, das weiß anscheinend niemand so recht; aber natürlich ist dieser nicht “hausgemacht” sondern das Problem der ausbleibenden Migranten (aus Ländern mit einem besseren, effektiverem Bildungssystem?). “Da steh ich nun, ich armer Tor”, altersweise und “bedröpelt” und weiß nicht, ob ich den Prof. Kaehlbrandt mit seinem Vortrag bedauern oder als “Bollwerk gegen die Bildungsmisere” feiern soll; mein Mitleid überwiegt indes angesichts der hoffnungslosen Schieflage verursacht durch die “bldungspolitischen Purzelbäume” unserer “Bildungsexperten”, wodurch eine solche Veranstaltung im Goethe-Museum wie ein Anachronismus aus einer längst “versunkenen Welt” wirkt. Aber wahrscheinlich werden auch keine Schüler oder Studenten erwartet, die möglicherweise der Lesung eh nicht folgen könnten … 😉