
Frank Minutillo, Basil Kerski, Dr. Jürgen Peter Schmied, Florian Melchert und Ute Hei-
erz-Krings © LB / Olaf Oidtmann
Ein Koffer voller Orden für das Haus der Geschichte
Die Künstlerorden der Prinzengarde Blau-Weiss schreiben künftig Landesgeschichte. Nach Stationen im Haus des Karnevals und im Stadtmuseum werden sie Teil der Sammlung der Stiftung „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“. In einer kleinen Feierstunde überreichten Präsidentin Ute Heierz-Krings und Vizepräsident Frank Minutillo einen Koffer mit insgesamt 27 Sessionsorden an die Stiftung.
Entgegengenommen wurde die Edition durch Stiftungspräsident Basil Kerski, den wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Jürgen Peter Schmied sowie Verwaltungsdirektor Florian Melchert. Die Orden stammen aus den vergangenen Jahren und wurden von namhaften Künstlerinnen und Künstlern gestaltet, darunter Vertreter der klassischen Moderne ebenso wie der Gegenwartskunst.
Vor der Übergabe erläuterte Kurator Bernd R. Meyer die Entstehungsgeschichte der Edition. Seit dem Jahr 2000 lässt die Prinzengarde den Mittelteil ihres jeweiligen Sessionsordens von renommierten Kunstschaffenden gestalten. Dieses Konzept sei bundesweit einzigartig und verbinde Karnevalstradition mit zeitgenössischer Kunst, so Meyer.
Präsidentin Heierz-Krings betonte die Bedeutung der Übergabe für die Gesellschaft: Man freue sich, mit der Künstlerorden-Edition einen Beitrag zur künftigen Ausstellung im Behrensbau leisten zu können. Zugleich sei es ein besonderer Moment, mit diesem Projekt Teil der Landesgeschichte zu werden.
Stiftungspräsident Kerski zeigte sich von der Sammlung „tief beeindruckt“ und kündigte an, dass die Orden einen würdigen Platz im Haus der Geschichte erhalten werden. Bis sie öffentlich zu sehen seien, brauche es jedoch noch Geduld. Der Behrensbau am Mannesmannufer werde seit 2024 umfassend revitalisiert und für die Nutzung als Museum vorbereitet. Die Eröffnung des Hauses der Geschichte ist für das Jahr 2030 vorgesehen.

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