
Leer und verwaist sind die Anlegestellen des Fährbetriebs in Kaiserswert und auf der anderen Rheinseite © Gabriele Schreckenberg
Von Gabriele Schreckenberg
Als die Rheinfähre einige Tage vor Weihnachten ihren Betrieb eingestellt hat, gab es regelrechte Trauergemeinden – und zwar auf beiden Rheinseiten.
In Kaiserswerth fehlt die Fähre genauso wie in Langst-Kierst. Verwaist sind beide Anlegestellen.
Doch nun kommt Bewegung in das Thema. Wie wir aus gut informierten Kreisen wissen, laufen bereits Gespräche mit der Düsseldorfer Rheinbahn über die Wiederaufnahme des Fährbetriebs.
Involviert in die Gespräche sind sowohl linksrheinisch die Bezirksvertretung 05 als auch rechtsrheinisch der Bürgermeister von Meerbusch. Vom Pressesprecher liegt die Aussage vor (5.2.2026), dass es noch Abklärungsbedarf gebe, auf den die Stadt Meerbusch keinen Einfluss habe.
Vorsichtig optimistisch
Benedict Stieber, CDU-Bezirksbürgermeister, äußerte sich Anfang Februar vorsichtig optimistisch über die Zukunft der Rheinfähre Kaiserswerth. Deutlich optimistischer sind andere CDU-Abgeordnete aus dem Düsseldorfer Norden.
Ist die Pause bald vorbei?
Im Winter hat die Rheinfähre schon immer eine Weile pausiert. Dabei ist die Verkehrslage stadtweit angespannt, nicht zuletzt durch die Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke für LKWs über 3,5 Tonnen.
Dazu gehören auch Linienbusse, die als Transportweg-Alternative für Kinder infrage kommen, die aus dem Linksrheinischen stammen und das Erzbischöfliche St.-Suitbertus-Gymnasium Kaiserswerth besuchen. Etwa ein Drittel der Schülerschaft des Gymnasiums kommt aus dem Linksrheinischen.
Die Theodor-Heuss-Brücke steht zudem vor einem umfassenden Umbau. Ab Mitte 2026 bis Anfang 2029 wird diese Brücke nur noch einspurig befahrbar sein.
Ein laufender Fährbetrieb würde die Lage entschärfen und nicht zuletzt Hundertschaften von Radfahrern und Wanderern glücklich machen, die bei gutem Wetter stets die Fähre genutzt haben.

Die Schilder erinnern an schöne Zeiten, als die Fähre noch fuhr. © Gabriele Schreckenberg

