
In diesem Jahr feiern Düsseldorf und Palermo zehn Jahre Städtepartnerschaft. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt das Stadtmuseum Düsseldorf in Kooperation mit dem Verein Düsseldorf — Palermo e. V. ab Dienstag, 10. Februar 2026, eine Sonderausstellung, die den Jazz beider Städte feiert © Landeshauptstadt Düsseldorf/ David Young
OB Dr. Keller und Palermos OB Lagalla eröffnen Ausstellung am Sonntag
Düsseldorf. Jazz verbindet – über Jahrzehnte, über Kontinente und nun auch ganz offiziell über Stadtgrenzen hinweg. Zum zehnten Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Palermo zeigt das Stadtmuseum Düsseldorf ab Dienstag, 10. Februar 2026, eine Sonderausstellung, die den Jazz beider Städte in den Mittelpunkt rückt. Entstanden ist das Projekt in Kooperation mit dem Verein Düsseldorf – Palermo e. V.
Eröffnet wird die Ausstellung bereits am Sonntag, 8. Februar, um 11 Uhr. Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller begrüßt dazu seinen palermitanischen Amtskollegen Roberto Lagalla, der erstmals die Landeshauptstadt besucht. Die Vernissage markiert zugleich den Auftakt des sogenannten „Palermo-Jahres“, mit dem Düsseldorf 2026 seine engen Beziehungen zu Italien und insbesondere zur sizilianischen Hauptstadt feiert.
„Düsseldorf und Palermo beweisen seit zehn Jahren, dass Städtepartnerschaften mehr sind als ein formeller Akt“, betont Oberbürgermeister Keller. Sie verbänden Menschen, Ideen und Kulturen – und würden durch das breite Programm im Palermo-Jahr als gelebte Freundschaft sichtbar.
Die Ausstellung „Jazz: Düsseldorf/Palermo“ spannt einen weiten historischen Bogen. Sie zeichnet die Entwicklung der Jazz-Geschichte in Düsseldorf nach – von den schwierigen Anfängen in den 1920er-Jahren über die Diffamierung als „entartete Musik“ während der NS-Zeit bis hin zur festen Verankerung des Jazz im heutigen Kulturleben. Internationale Größen wie Duke Ellington, Louis Armstrong, Ella Fitzgerald oder Oscar Peterson machten auf ihren Europatourneen regelmäßig Station am Rhein. Mit dem Amateur-Jazz-Festival ab 1955 sowie späteren Formaten wie „Jazz im Hofgarten“ oder der Jazz Rally entwickelte sich eine lebendige Szene. Spätestens mit der Gründung der Jazz-Schmiede 1995 erhielt der Jazz in Düsseldorf eine dauerhafte Heimat.
Im Zentrum der Ausstellung stehen Werke des Düsseldorfer Malers und Grafikers Konrad Klapheck sowie des palermitanischen Künstlers Alessandro Bazan. Klapheck nähert sich dem Jazz in klaren Bildkompositionen, zeigt einzelne Musiker in ihrer Konzentration und Einsamkeit auf der Bühne, aber auch Ensembles als Ausdruck gemeinschaftlichen Schaffens. Bazans Arbeiten setzen dazu einen starken Kontrast: Seine Jazz-Bilder sind dynamisch, emotional und beziehen das Publikum mit ein. Die befreiende Kraft der Musik spiegelt sich hier im sichtbaren Gefühlschaos der Zuhörenden.
Ein eigener Teil der Ausstellung widmet sich den sizilianischen Wurzeln des Jazz. Zahlreiche frühe Jazz-Musiker in den USA stammten aus Familien mit Herkunft aus Sizilien. Bis heute ist Jazz fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Insel. Palermo gilt mit Clubs, Festivals und der renommierten Brass Group als eine der wichtigsten Jazz-Adressen Italiens.
Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Donnerstags wird das Stadtmuseum zur Jazz-Bühne: Live-Konzerte finden am 19. Februar, 19. März, 23. April, 7. Mai, 11. Juni, 23. Juli und 6. August jeweils um 18 Uhr statt, der Eintritt ist frei. Zudem werden monatlich öffentliche Rundgänge angeboten. Die Termine veröffentlicht das Stadtmuseum auf seiner Internetseite.
Die Sonderausstellung läuft bis zum 9. August 2026. Das Jubiläum der Städtepartnerschaft wird darüber hinaus das gesamte Jahr über mit weiteren Veranstaltungen, Projekten und Initiativen von Stadt, Vereinen und Zivilgesellschaft begleitet.
Hintergrund: Die Partnerschaft zwischen Düsseldorf und Palermo wurde 2016 vom Stadtrat beschlossen und basiert auf langjährigen historischen und kulturellen Verbindungen. Seitdem gibt es einen intensiven Austausch, insbesondere in Kunst und Kultur.


