
Wildschweinschädel © Hauptzollamt Düsseldorf
Neben Zigaretten entdeckt der Zoll einen kompletten Wildschweinschädel im Koffer (FOTO)
Täglich landen Urlauber beim Zoll am Flughafen Düsseldorf und bringen Souvenirs von ihren Reisen mit. Meist handelt es sich dabei um Kleidung, Dekorationsartikel oder Kühlschrankmagnete. Eine deutlich ungewöhnlichere Wahl traf jedoch ein Reisender am 31.01.26.
Der gebürtige Türke reiste an diesem Tag von Kayseri in der Türkei nach Düsseldorf ein und wollte von dort aus seine Heimreise nach Belgien fortsetzen. Als er den Zollbereich durch den grünen Ausgang verlassen wollte, hielten Zollbeamte ihn an. Aus seinem Koffer ging ein deutlich wahrnehmbarer, unangenehmer Geruch aus.
Bei der Durchleuchtung des Gepäcks fiel den Zöllnern sofort ein Objekt auf, das wie ein Tierschädel aussah. Beim Öffnen des Koffers verstärkte sich der Verwesungsgeruch erheblich. In Plastiktüten verpackt fanden die Beamten schließlich die Quelle: einen kompletten Wildschweinschädel samt Unterkiefer – inklusive Haaren und Fleischresten.
Auf Nachfrage erklärte der Mann, er sei Jäger und habe den Schädel als Jagdtrophäe aus dem Urlaub mitbringen wollen. Grundsätzlich ist dies nicht verboten, da Wildschweine nicht unter Artenschutz stehen. Die noch vorhandenen, bereits verfaulenden Fleisch- und Hautreste stellten jedoch ein erhebliches Risiko im Hinblick auf Tierseuchen dar. Aus diesem Grund konnte der Schädel nicht wieder ausgehändigt werden und musste noch vor Ort entsorgt werden.
Eine Strafe wegen des Schädeltransports erwartet den Reisenden nicht; er wurde lediglich verwarnt. Allerdings führte der Mann zusätzlich deutlich zu viele Zigaretten mit sich. Statt der erlaubten 200 Stück befanden sich 800 Zigaretten in seinem Koffer. Für diese Übermenge wurde eine Strafe fällig. Nach deren Zahlung konnte der Reisende schließlich seine Heimreise nach Belgien antreten.

