Fahr­zeug wird aus der Düs­sel geborgen

 

Meh­rere beschä­digte Fahr­zeuge, dar­un­ter ein Strei­fen­wa­gen der Poli­zei, sowie fünf leicht ver­letzte Per­so­nen sind die vor­läu­fige Bilanz einer Ver­kehrs­un­fall­flucht in der Düs­sel­dor­fer Innen­stadt in den frü­hen Mor­gen­stun­den des Sonntags.

Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen der Poli­zei ereig­nete sich der erste Unfall gegen 4.28 Uhr in der Aus­fahrt des Park­hau­ses der Kunst­samm­lung am Grab­beplatz. Ein 46-jäh­ri­ger Mann aus Düren fuhr dort mit sei­nem Mer­ce­des auf ein ande­res Fahr­zeug auf. Anschlie­ßend ent­fernte er sich mit hoher Geschwin­dig­keit vom Unfall­ort in Rich­tung Burg­platz und erfasste dabei einen Fußgänger.

Auf­grund einer Hub­pol­ler­an­lage konnte der Fah­rer seine Fahrt in Rich­tung Burg­platz nicht fort­set­zen. Ein Strei­fen­wa­gen ver­suchte dar­auf­hin, den Flucht­weg zu blo­ckie­ren. Der Mann setzte jedoch zurück und rammte den Poli­zei­wa­gen. Wäh­rend eines anschlie­ßen­den Wen­de­ma­nö­vers öff­nete ein Zeuge die Bei­fah­rer­tür des Mer­ce­des, um den Fah­rer an der Wei­ter­fahrt zu hin­dern. Dabei wurde der Zeuge meh­rere Meter mit­ge­schleift und leicht verletzt.

Der 46-Jäh­rige setzte seine Flucht über die Hein­rich-Heine-Allee und die Lud­wig-Zim­mer­mann-Straße in den Hof­gar­ten fort. Dort kol­li­dierte er mit einem gepark­ten Pkw. In der Böschung an der Lands­krone kam das Fahr­zeug schließ­lich zum Still­stand. Der Fah­rer ver­suchte, durch die nörd­li­che Düs­sel zu flie­hen, wurde jedoch von nach­ei­len­den Ein­satz­kräf­ten gestellt und festgenommen.

Der Mann stand nach Anga­ben der Poli­zei deut­lich unter Alko­hol­ein­fluss. Im Fond des Fahr­zeugs wurde zudem eine Schuss­waffe auf­ge­fun­den. Da zunächst nicht aus­ge­schlos­sen wer­den konnte, dass sich eine wei­tere Per­son im Fahr­zeug befun­den hatte, suchte die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf den Bereich der Lands­krone mit Boo­ten und Tau­chern ab. Eine wei­tere Per­son wurde nicht gefunden.

Zwei an den Unfäl­len betei­ligte Fuß­gän­ger sowie ein Insasse des beschä­dig­ten, gepark­ten Fahr­zeugs konn­ten nach ambu­lan­ter Behand­lung vor Ort ent­las­sen wer­den. Zwei Poli­zei­be­amte wur­den eben­falls leicht ver­letzt, einer von ihnen war vor­über­ge­hend nicht mehr dienstfähig.

Dem poli­zei­be­kann­ten 46-Jäh­ri­gen wurde auf der Wache eine Blut­probe ent­nom­men. Zudem stellte sich her­aus, dass er nicht im Besitz einer gül­ti­gen Fahr­erlaub­nis ist. Nach Abschluss der poli­zei­li­chen Maß­nah­men wurde der Mann ent­las­sen. Gegen ihn wird unter ande­rem wegen Ver­kehrs­un­fall­flucht ermit­telt. Die Ermitt­lun­gen dau­ern an.