MER BLIEWE BUNT / © LB / Olaf Oidtmann

MER BLIEWE BUNT / © LB / Olaf Oidtmann

 

In der Wagen­bau­halle an der Mero­win­ger­straße hat das Comi­tee Düs­sel­dor­fer Car­ne­val (CC) am Sams­tag den Start­schuss für die letzte Bau­phase der Rosen­mon­tags­wa­gen gege­ben. Beim tra­di­tio­nel­len Richt­fest konn­ten gela­dene Gäste erst­mals einen Blick auf zahl­rei­che bereits fer­tig­ge­stellte Wagen wer­fen, die am Rosen­mon­tag durch die Düs­sel­dor­fer Innen­stadt zie­hen werden.

Seit Mona­ten wird in der Halle im Stadt­teil Bilk ent­wor­fen, gebaut, bemalt und deko­riert. Ehren­amt­li­che Wagen­bauer, Ver­eine, Kar­ne­vals­ge­sell­schaf­ten sowie betei­ligte Unter­neh­men arbei­ten hier Hand in Hand, damit die Groß­fahr­zeuge recht­zei­tig zum Höhe­punkt der Ses­sion ein­satz­be­reit sind. Das Richt­fest mar­kiert dabei einen wich­ti­gen Mei­len­stein: Der Roh­bau ist abge­schlos­sen, nun fol­gen Fein­ar­bei­ten, tech­ni­sche Ein­bau­ten und die finale Ausstattung.

Auf­fäl­lig ist in die­sem Jahr vor allem die Farb­ge­stal­tung. Das Ses­si­ons­motto „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!“ prägt viele Ent­würfe sicht­bar. Zahl­rei­che Wagen set­zen auf kräf­tige Far­ben, große Schrift­züge und ver­spielte Details. Mal fließt das Motto in Logos ein, mal bestimmt es das gesamte Erschei­nungs­bild eines Wagens. Ins­ge­samt ent­steht so ein Zug, der Viel­falt und Lebens­freude in den Mit­tel­punkt stellt.

Eine Beson­der­heit 2026 ist die erst­ma­lige Teil­nahme einer Nach­bar­stadt mit einem eige­nen Wagen. Neuss ist mit einem Motiv­wa­gen ver­tre­ten, der anläss­lich der dort statt­fin­den­den Lan­des­gar­ten­schau gestal­tet wurde. Grün­flä­chen, flo­rale Ele­mente und mar­kante Wahr­zei­chen der Stadt bestim­men das Design, das in der Düs­sel­dor­fer Wagen­bau­halle umge­setzt wurde.

Zum Zeit­punkt des Richt­fests sind die meis­ten Wagen bereits weit­ge­hend fer­tig­ge­stellt. Den­noch herrscht wei­ter­hin reger Betrieb: An ein­zel­nen Model­len wird noch gemalt, geklebt oder kon­stru­iert. In den kom­men­den Tagen fol­gen unter ande­rem der Ein­bau von Tech­nik sowie die Vor­be­rei­tung des Wurf­ma­te­ri­als, bevor die Wagen die Halle ver­las­sen und sich für den Zug formieren.

Beson­dere Auf­merk­sam­keit gilt tra­di­tio­nell auch den poli­ti­schen Mot­to­wa­gen, deren Inhalte bis zum Rosen­mon­tag unter Ver­schluss blei­ben. Diese Pra­xis wird auch in die­sem Jahr bei­be­hal­ten. Die Motive wer­den erst am Tag des Zuges öffent­lich sicht­bar sein und dann wie gewohnt für Dis­kus­sio­nen sorgen.

Mit dem Richt­fest ist die heiße Phase des Düs­sel­dor­fer Kar­ne­vals end­gül­tig ein­ge­läu­tet. Die Wagen­bau­halle bleibt bis kurz vor Rosen­mon­tag ein zen­tra­ler Arbeits­ort – und damit ein wesent­li­cher Bestand­teil der Vor­be­rei­tun­gen für einen der größ­ten Höhe­punkte des rhei­ni­schen Brauchtums.

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