Tag der Kinderhospizarbeit © Lokalbüro/

Tag der Kin­der­hos­piz­ar­beit © Lokalbüro/

Grün war am 10. Februar unüber­seh­bar – und das aus gutem Grund: Der bun­des­weite Tag der Kin­der­hos­piz­ar­beit lenkte auch in Düs­sel­dorf den Blick auf Fami­lien mit lebens­ver­kür­zend erkrank­ten Kin­dern, Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen. Zwei Ver­an­stal­tun­gen setz­ten dabei sicht­bare Zei­chen der Soli­da­ri­tät, wobei die Aktion am Rat­haus beson­dere Auf­merk­sam­keit erfuhr.

Im Mit­tel­punkt stand die grüne Men­schen­kette vor dem Düs­sel­dor­fer Rat­haus, zu der der Ambu­lan­ter Kin­der- und Jugend­hos­piz­dienst Düs­sel­dorf ein­ge­la­den hatte. Weit über 50 Teil­neh­mende ver­sam­mel­ten sich um 11 Uhr, ver­bun­den durch das grüne Band – das bun­des­weite Sym­bol des Akti­ons­ta­ges. Gemein­sam bil­de­ten sie einen Kreis und stell­ten sich anschlie­ßend als Gruppe vor dem Rat­haus auf. Auch Mit­ar­bei­tende der Stadt betei­lig­ten sich an der Aktion, dar­un­ter Bür­ger­meis­ter Josef Hin­kel, der die Bedeu­tung von Soli­da­ri­tät und öffent­li­cher Sicht­bar­keit für die Kin­der­hos­piz­ar­beit her­vor­hob. Die Bil­der der Aktion mach­ten ein­drucks­voll deut­lich: Unter­stüt­zung braucht Öffentlichkeit.

Der Tag der Kin­der­hos­piz­ar­beit wurde 2006 vom Deut­scher Kin­der­hos­piz­ver­ein ins Leben geru­fen und fin­det 2026 bereits zum 20. Mal statt. Ziel ist es, die Ange­bote der Kin­der- und Jugend­hos­piz­ar­beit stär­ker im gesell­schaft­li­chen Bewusst­sein zu ver­an­kern, ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment zu för­dern, Unterstützer*innen zu gewin­nen und das Thema Tod und Ster­ben jun­ger Men­schen zu ent­ta­bui­sie­ren. In Düs­sel­dorf flan­kier­ten wei­tere Aktio­nen den Tag – von Info­screens der Rhein­bahn über die LED-Außen­wand des Land­tags bis hin zu grü­nen Bän­dern in Geschäf­ten und Bäckereien.

Par­al­lel dazu wurde auch im Kin­der- und Jugend­hos­piz Regen­bo­gen­land ein Zei­chen gesetzt. Dort fiel der Akti­ons­tag mit der jähr­li­chen Kar­ne­vals­feier zusam­men. Gemein­sam mit der KG Regen­bo­gen fei­er­ten Fami­lien, Kin­der und Mit­ar­bei­tende zwi­schen Musik, Auf­trit­ten und bun­ten Ber­li­nern – ein­ge­bet­tet in grüne Akzente und Soli­da­ri­täts­bän­der. So ver­ban­den sich Lebens­freude, Gemein­schaft und die Bot­schaft des Akti­ons­ta­ges zu einem star­ken Bild. „Der Tag der Kin­der­hos­piz­ar­beit erin­nert daran, wie wich­tig Sicht­bar­keit, Unter­stüt­zung und gesell­schaft­li­cher Rück­halt für betrof­fene Fami­lien sind“, betonte Nor­bert Hüsson, Vor­sit­zen­der des Fördervereins.

In Düs­sel­dorf ste­hen betrof­fe­nen Fami­lien zwei zen­trale Ange­bote zur Seite: der ambu­lante Dienst beglei­tet im häus­li­chen Umfeld von der Dia­gnose an und über den Tod hin­aus, wäh­rend das Regen­bo­gen­land als sta­tio­nä­res Hos­piz Fami­lien oft über viele Jahre hin­weg ganz­heit­lich unter­stützt. Der 10. Februar machte deut­lich: Kin­der­hos­piz­ar­beit gehört mit­ten in die Gesell­schaft – sicht­bar, soli­da­risch und ver­bun­den durch das grüne Band.