Enforcement-Trailer aus Richtung Innenstadt © LB / Olaf Oidtmann

Enforce­ment-Trai­ler aus Rich­tung Innen­stadt © LB / Olaf Oidtmann

 

Auf der Theo­dor-Heuss-Brü­cke wer­den ab sofort Ver­stöße gegen die gel­tende Gewichts­be­schrän­kung kon­se­quent geahn­det. Wie die Stadt mit­teilt, haben die dort instal­lier­ten soge­nann­ten Enforce­ment Trai­ler ihren Betrieb auf­ge­nom­men. Sie sol­len ver­hin­dern, dass Last­wa­gen trotz Ver­bots die Rhein­que­rung nutzen.

Die Brü­cke gilt als sanie­rungs­be­dürf­tig und soll bis zur Fer­tig­stel­lung eines Ersatz­neu­baus wei­ter­hin ver­kehrs­si­cher betrie­ben wer­den. Um die Bau­sub­stanz zu ent­las­ten, wurde die zuläs­sige Gesamt­masse für Fahr­zeuge Anfang Februar auf 3,5 Ton­nen reduziert.

Laser­mes­sung erfasst Fahrzeug-Silhouetten

Die nun akti­vier­ten Enforce­ment Trai­ler arbei­ten mit Lidar-Tech­no­lo­gie. Dabei sen­den die Anla­gen Licht­im­pulse aus, die von vor­bei­fah­ren­den Fahr­zeu­gen reflek­tiert wer­den. Aus den zurück­ge­wor­fe­nen Signa­len wird eine Sil­hou­ette des Fahr­zeugs errech­net, also des­sen äußere Abmes­sun­gen in Höhe, Länge und Breite.

Bevor ein Anhö­rungs­bo­gen ver­schickt wird, prüft die Ver­wal­tung jeden erfass­ten Fall. Neben dem Foto wird auch das zuläs­sige Gesamt­ge­wicht des jewei­li­gen Fahr­zeugs kontrolliert.

Buß­gel­der bei Verstößen

Wer die Brü­cke mit einem Fahr­zeug über 3,5 Ton­nen befährt, muss mit einem Buß­geld von 128,50 Euro inklu­sive Gebüh­ren rech­nen. Bei Wie­der­ho­lung geht die Stadt von Vor­satz aus; in die­sem Fall steigt die Summe auf 228,50 Euro. Die Erfas­sung erfolgt in bei­den Fahrtrichtungen.

Deut­li­cher Rück­gang schwe­rer Fahrzeuge

Bereits in den ers­ten bei­den Tagen nach Ein­füh­rung der Gewichts­be­schrän­kung – noch vor Akti­vie­rung der Trai­ler – zeigte sich laut Stadt ein spür­ba­rer Effekt. Die Zahl der Fahr­zeuge über 3,5 Ton­nen habe sich nahezu hal­biert. Beson­ders deut­lich sei der Rück­gang bei Lkw mit mehr als 7,5 Ton­nen aus­ge­fal­len: Hier sei ein Minus von rund zwei Drit­teln ver­zeich­net worden.

Grund­lage die­ser ers­ten Aus­wer­tung sind Daten des soge­nann­ten Weigh-in-Motion-Sys­tems, das das tat­säch­li­che Gewicht der Fahr­zeuge beim Über­que­ren der Brü­cke ermit­telt. Die Stadt wer­tet dies als Hin­weis dar­auf, dass die Maß­nahme zur Ent­las­tung der Brü­cke bereits Wir­kung zeigt.