Tulpelsonntag auf der KÖ © Lokalbüro

Tul­pel­sonn­tag auf der KÖ © Lokalbüro

 

Die Win­ter­sonne meint es gut mit den Nar­ren: Bei klir­ren­der Kälte, aber strah­lend blauem Him­mel hat sich die Königs­al­lee am Tul­pen­so­nn­tag in eine meh­rere hun­dert Meter lange Fest­meile ver­wan­delt. Schon kurz nach Beginn des tra­di­tio­nel­len Kö-Trei­bens füll­ten sich die Bür­ger­steige spür­bar, bis zur Mit­tags­zeit war die Allee dicht bevölkert.

Wo sonst Luxus­mar­ken domi­nie­ren, prä­gen nun Feder­boas, Perü­cken und fan­ta­sie­volle Ver­klei­dun­gen das Bild. Beson­ders auf­fäl­lig sind in die­sem Jahr groß ange­legte Grup­pen­kos­tüme. Ganze Freun­des­kreise tre­ten ein­heit­lich auf – von mari­ti­men The­men­wel­ten über Tier­fi­gu­ren bis hin zu humor­vol­len All­tags­mo­ti­ven. Viele haben eigene Musik­bo­xen dabei, immer wie­der bil­den sich spon­tane Tanz­flä­chen ent­lang des Kö-Grabens.

Rund um den Cor­ne­li­us­platz drän­gen sich die Besu­cher vor der Bühne. Dort sorgt ein wech­seln­des Musik­pro­gramm für aus­ge­las­sene Stim­mung. Doch auch abseits davon wird gefei­ert: Zwi­schen Trink­stän­den und Imbiss­bu­den schun­keln die Jecken, sto­ßen mit Alt­bier an und genie­ßen den Stra­ßen­kar­ne­val unter freiem Himmel.

Im Ver­gleich zu den gro­ßen Umzü­gen wirkt das Kö-Trei­ben weni­ger regle­men­tiert, eher wie ein offe­nes Stadt­fest. Viele Besu­cher kom­men mit Bol­ler­wa­gen oder klei­nen Hand­kar­ren, rich­ten sich für meh­rere Stun­den ein und machen die Pracht­straße zu ihrem Treff­punkt. Die Atmo­sphäre bleibt über weite Stre­cken fried­lich, auch wenn Ein­satz­kräfte wegen ein­zel­ner medi­zi­ni­scher Zwi­schen­fälle prä­sent sind.

Das Kö-Trei­ben gilt seit Jah­ren als zen­tra­ler Ter­min im Düs­sel­dor­fer Stra­ßen­kar­ne­val. Es ver­bin­det Fei­er­kul­tur mit Fla­nier­meile und zieht neben Ein­hei­mi­schen auch zahl­rei­che Gäste aus dem Umland an. Für viele ist es der stim­mungs­volle Auf­takt zum Höhe­punkt am fol­gen­den Tag, dem Rosen­mon­tags­zug Düs­sel­dorf, zu dem erneut Hun­dert­tau­sende erwar­tet werden.

Am Sonn­tag jedoch gehört die Bühne den Jecken selbst. Zwi­schen Kö-Gra­ben und Scha­dow­straße zeigt sich Düs­sel­dorf bunt, laut und gemein­schaft­lich – ein kar­ne­va­lis­ti­sches Lebens­ge­fühl, das selbst eisige Tem­pe­ra­tu­ren in den Hin­ter­grund tre­ten lässt. Helau.

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