Symbolbild © Lokalbüro

Sym­bol­bild © Lokalbüro

 

Die Ver­kehrs­über­wa­chung in Düs­sel­dorf bleibt im Jahr 2025 auf hohem Niveau. Ins­ge­samt 550.307 Halt- und Park­ver­stöße sowie 330.892 Geschwin­dig­keits­ver­stöße wur­den geahn­det. Im Vor­jahr waren es 542.521 Falsch­par­ker und 343.216 Tem­po­sün­der. Erst­mals kam ein Sil­hou­et­ten­blit­zer zur Kon­trolle von Gewichts­be­schrän­kun­gen zum Einsatz.

Ord­nungs­de­zer­nent Chris­tian Zaum erklärte, zu schnel­les Fah­ren und Falsch­par­ken seien keine Kava­liers­de­likte. Sie gefähr­de­ten Men­schen im Stra­ßen­ver­kehr und behin­der­ten Ret­tungs­ein­sätze, etwa durch blo­ckierte Feu­er­wehr­zu­fahr­ten. Die wei­ter­hin hohen Fall­zah­len unter­stri­chen die Bedeu­tung der täg­li­chen Kon­trol­len. Auch 2026 werde die Stadt eng­ma­schig über­wa­chen und bei schwe­ren Ver­stö­ßen kon­se­quent handeln.

Geschwin­dig­keits­über­wa­chung

330.892 Auto­fah­rer erhiel­ten im Jahr 2025 einen Buß­geld­be­scheid wegen über­höh­ter Geschwin­dig­keit (2024: 343.216).

Im Kö-Bogen-Tun­nel wur­den 53.932 Ver­stöße regis­triert (2024: 72.785). Der gra­vie­rendste Ver­stoß lag bei 117 km/h statt erlaub­ter 50 km/h. Es droh­ten 700 Euro Buß­geld, drei Monate Fahr­ver­bot und zwei Punkte in Flensburg.

Im Rhein­ufer­tun­nel wur­den 65.716 Ver­stöße fest­ge­stellt (2024: 62.465). Spit­zen­wert war hier 157 km/h bei erlaub­ten 60 km/h. Die Sank­tion: 800 Euro Buß­geld, drei Monate Fahr­ver­bot und zwei Punkte.

Auf der Auto­bahn A44 im Stadt­ge­biet regis­trierte die Stadt 40.315 Ver­stöße (2024: 42.857). Die höchste gemes­sene Geschwin­dig­keit betrug 204 km/h bei erlaub­ten 100 km/h. Auch hier waren 700 Euro Buß­geld, drei Monate Fahr­ver­bot und zwei Punkte vorgesehen.

An zehn wei­te­ren sta­tio­nä­ren Anla­gen im Stadt­ge­biet wur­den 43.492 Ver­stöße fest­ge­stellt (2024: 19.226). Die deut­li­che Stei­ge­rung hängt unter ande­rem mit der seit Mitte Mai gel­ten­den Tem­po­re­du­zie­rung auf 30 km/h im Bereich der Josef-Kar­di­nal-Frings-Brü­cke zusammen.

Mit mobi­len Mess­fahr­zeu­gen und semi­sta­tio­nä­ren Mess­an­hän­gern kon­trol­lierte die Stadt zudem an mehr als 700 Stand­or­ten, ins­be­son­dere an Schul­we­gen, vor Senio­ren­ein­rich­tun­gen, Kran­ken­häu­sern und an Unfall­häu­fungs­stel­len. Dabei wur­den 127.437 Ver­stöße fest­ge­stellt (2024: 145.883).

Rot­licht­über­wa­chung

Wegen Miss­ach­tens roter Ampeln wur­den 12.582 Buß­geld­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet (2024: 13.929). Die meis­ten Ver­stöße wur­den am Ver­kehrs­kno­ten­punkt „Nord­stern“ regis­triert, wo 11.011 Auto­fah­rer das Rot­licht miss­ach­te­ten (2024: 12.274).

Sil­hou­et­ten­blit­zer Josef-Kardinal-Frings-Brücke

Seit Juli 2025 kon­trol­liert die Stadt erst­mals die Ein­hal­tung von Gewichts­be­schrän­kun­gen mit­hilfe eines Sil­hou­et­ten­blit­zers an der Josef-Kar­di­nal-Frings-Brü­cke. Ins­ge­samt wur­den 8.656 Ver­stöße fest­ge­stellt, davon 4.207 stadt­ein­wärts und 4.449 stadtauswärts.

Ruhen­der Verkehr

Im Jahr 2025 wur­den 550.307 Halt- und Park­ver­stöße geahn­det (2024: 542.521).

Häu­figste Tat­be­stände waren Ver­stöße gegen Park­schein­pflich­ten und die Über­schrei­tung der Höchst­park­dauer mit 238.876 Fäl­len (2024: 220.956). Das ver­bots­wid­rige Par­ken auf Geh- und Rad­we­gen wurde 57.728-mal geahn­det (2024: 62.141). Ver­stöße gegen die Bevor­rech­ti­gung für Men­schen mit Behin­de­run­gen wur­den 6.492-mal fest­ge­stellt (2024: 6.127).

Car­sha­ring und Elektromobilität

Auf Park­plät­zen für elek­trisch betrie­bene Fahr­zeuge wur­den 6.989 Fahr­zeuge kos­ten­pflich­tig ver­warnt (2024: 6.367) und 719 abge­schleppt (2024: 635).

Auf den für Car­sha­ring-Fahr­zeuge vor­ge­se­he­nen Flä­chen wur­den 1.926 Ver­war­nun­gen aus­ge­spro­chen (2024: 2.003) und 93 Abschlepp­maß­nah­men ein­ge­lei­tet (2024: 111).

Dritt­an­zei­gen

21.406 Ver­fah­ren (2024: 23.108) gin­gen auf Anzei­gen von Bür­ge­rin­nen und Bür­gern zurück. Hauptär­ger­nis war das Par­ken auf Geh- und Rad­we­gen mit 8.048 Fäl­len (2024: 9.802). Es folg­ten Ver­stöße im abso­lu­ten Halt­ver­bot (Zei­chen 283) mit 3.921 Fäl­len (2024: 3.671) sowie das Par­ken auf Elek­tro­park­plät­zen mit 1.650 Fäl­len (2024: 1.513).

Abschlepp­fälle

In 12.324 Fäl­len muss­ten Fahr­zeuge abge­schleppt wer­den (2024: 11.576). Haupt­gründe waren die Miss­ach­tung von Halt­ver­bots­zo­nen mit 5.679 Fäl­len (2024: 4.778) und unbe­rech­tig­tes Par­ken auf Schwer­be­hin­der­ten­park­plät­zen mit 1.293 Fäl­len (2024: 1.345). 1.266 Abschlepp­maß­nah­men erfolg­ten wegen blo­ckier­ter Feu­er­wehr­zu­fahr­ten (2024: 1.208).

Ein­nah­men

Die geschätz­ten Ein­nah­men aus Buß­gel­dern und Ver­wal­tungs­ge­büh­ren belau­fen sich für 2025 – wie im Vor­jahr – auf rund 33,6 Mil­lio­nen Euro. Davon ent­fal­len etwa 17,6 Mil­lio­nen Euro auf Geschwin­dig­keits- und Rot­licht­ver­stöße sowie 16,0 Mil­lio­nen Euro auf den ruhen­den Ver­kehr. Dem ste­hen Aus­ga­ben für Per­so­nal und Mate­rial in Höhe von rund 18,6 Mil­lio­nen Euro gegen­über (2024: 17,5 Mil­lio­nen Euro).

Hin­ter­grund

Die städ­ti­sche Ver­kehrs­über­wa­chung ist ein Sach­ge­biet der Abtei­lung Außen­dienste des Ord­nungs­am­tes und beschäf­tigt der­zeit 173 Dienst­kräfte (2024: 160). Sie über­wa­chen den ruhen­den Stra­ßen­ver­kehr sowie Geschwin­dig­keits- und Rot­licht­ver­stöße im gesam­ten Stadt­ge­biet – zu Fuß, per Fahr­rad, Motor­rol­ler oder Auto. Der Ord­nungs- und Ser­vice­dienst (OSD) kon­trol­liert dar­über hin­aus wei­tere Vor­schrif­ten wie die Düs­sel­dor­fer Stra­ßen­ord­nung, die Son­der­nut­zungs­sat­zung, das Lan­des­hun­de­ge­setz oder das Landesimmissionsschutzgesetz.