Doris Törkel, Leiterin des Garten-, Friedhofs- und Forstamts, und Julian Peine, Abteilungsleiter Gartenanlagen © Lokalbüro
Neupflanzung von Bäumen © Lokalbüro

In Düs­sel­dorf läuft die Pflanz­sai­son 2025/2026 auf Hoch­tou­ren. Die Stadt­ver­wal­tung will bis zum Früh­jahr rund 1.500 neue Bäume im gesam­ten Stadt­ge­biet pflan­zen. Hinzu kom­men knapp 20.000 Setz­linge im Düs­sel­dor­fer Stadt­wald. Damit hält die Lan­des­haupt­stadt nach eige­nen Anga­ben an ihrem Ziel fest, seit 2020 jähr­lich etwa 1.500 Bäume neu zu setzen.

Die Pflan­zun­gen ver­tei­len sich auf unter­schied­li­che Berei­che des öffent­li­chen Raums: 400 Stra­ßen­bäume wer­den nach­ge­pflanzt, 120 neue Stand­orte ent­ste­hen im Rah­men des städ­ti­schen Stadt­baum­kon­zepts. Wei­tere 220 Bäume wer­den in Grün­an­la­gen gesetzt, 100 im Umfeld von Sport­an­la­gen, 325 auf Fried­hö­fen und 50 als Schat­ten­spen­der auf Kin­der­spiel­plät­zen. Im Rah­men der Aktion „Dein Baum“ ent­ste­hen zudem 225 Bäume auf pri­va­ten Grund­stü­cken, wei­tere 60 wer­den im Zuge von Bau­pro­jek­ten gepflanzt.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler betont die Bedeu­tung der Pflan­zun­gen für die Kli­ma­an­pas­sung. Bäume seien eine Schlüs­sel­maß­nahme, um den Fol­gen stei­gen­der Tem­pe­ra­tu­ren und zuneh­men­der Wet­ter­ex­treme zu begeg­nen. Trotz wach­sen­der Her­aus­for­de­run­gen halte die Stadt daher an ihrem ambi­tio­nier­ten Pflanz­ziel fest.

Sym­bo­li­sche Nach­pflan­zung an der Meliesallee

An der Melies­al­lee haben Doris Tör­kel, Lei­te­rin des Garten‑, Fried­hofs- und Forst­amts, und Julian Peine, Abtei­lungs­lei­ter Gar­ten­an­la­gen, sym­bo­lisch einen von acht neu gesetz­ten Ore­gon-Blut­ahor­nen gepflanzt. Die Sorte Acer pla­ta­noides ‘Royal Red’ gehört zur Düs­sel­dor­fer Zukunftsbaumliste.

Vor der Pflan­zung waren die Baum­stand­orte umfas­send saniert wor­den. Dabei wurde der Wur­zel­raum ver­grö­ßert, ein was­ser­spei­chern­des Spe­zi­al­sub­strat ein­ge­bracht und eine Belüf­tung des Wur­zel­raums instal­liert. Ziel ist es, den Bäu­men lang­fris­tig bes­sere Stand­ort­be­din­gun­gen zu bieten.

Zukunfts­bäume für ein ver­än­der­tes Stadtklima

Bei der Aus­wahl neuer Bäume ori­en­tiert sich die Stadt an ihrer regel­mä­ßig aktua­li­sier­ten Zukunfts­baum­liste. Sie führt Arten und Sor­ten auf, die mit den ver­än­der­ten kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen im urba­nen Raum vor­aus­sicht­lich beson­ders gut zurecht­kom­men. Neben dem Ore­gon-Blut­ahorn wer­den in die­ser Pflanz­sai­son unter ande­rem Ulmen, Feld­ahorne und Pur­pur-Erlen gesetzt.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­den auch mit Arten wie Perl­schnur­baum, Bla­sen­esche, Unga­ri­scher Eiche, Feld­ahorn und Edel-Kas­ta­nie gute Erfah­run­gen gemacht. Die Liste wird fort­lau­fend auf Grund­lage wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nisse und prak­ti­scher Erfah­run­gen ange­passt und steht online zum Down­load bereit.

Die Neu­pflan­zun­gen ste­hen aller­dings einer hohen Zahl an Fäl­lun­gen gegen­über. Rund 1.900 Bäume müs­sen nach Anga­ben der Stadt vor­aus­sicht­lich ent­fernt wer­den. Haupt­ur­sa­chen sind Krank­hei­ten, die bei regel­mä­ßi­gen Baum­kon­trol­len fest­ge­stellt wer­den. Hinzu kom­men zuneh­mende Stress­fak­to­ren wie Hitze, Tro­cken­heit, Stark­re­gen und Stürme, die Bäume schwä­chen und anfäl­li­ger für Schäd­linge machen.

Siebte Sai­son des Stadtbaumkonzepts

Das Düs­sel­dor­fer Stadt­baum­kon­zept geht in seine siebte Pflanz­sai­son. In die­sem Rah­men ent­ste­hen 120 neue Baum­stand­orte im Stra­ßen­raum. Zudem wer­den 160 bestehende Baum­gru­ben saniert und neu bepflanzt, wei­tere 131 Baum­gru­ben wer­den unter Erhalt des vor­han­de­nen Baum­be­stands instand gesetzt.

Bäume, die im Rah­men des Kon­zepts gepflanzt wer­den, sind an dun­kel­grü­nen Stütz­pfäh­len – soge­nann­ten Drei­bö­cken – mit wei­ßem Schrift­zug „Düs­sel­dor­fer Stadt­baum­kon­zept“ erkenn­bar. Dar­über hin­aus sind sie nach der Pflan­zung online in einer städ­ti­schen Kar­ten­an­wen­dung verzeichnet.

20.000 Setz­linge für den Stadtwald

Par­al­lel zu den Pflan­zun­gen im Stadt­ge­biet wer­den in den Forst­re­vie­ren des Stadt­walds knapp 20.000 junge Bäume gesetzt. Gepflanzt wer­den unter ande­rem Trau­ben­ei­chen, Stiel­ei­chen, Hain­bu­chen, Vogel­kir­schen und Flat­ter­ul­men. Ins­ge­samt kom­men mehr als 30 hei­mi­sche und stand­ort­ge­rechte Baum- und Strauch­ar­ten zum Einsatz.

Mit der brei­ten Arten­viel­falt soll der Stadt­wald lang­fris­tig kli­ma­sta­bi­ler und wider­stands­fä­hi­ger gegen­über den Fol­gen des Kli­ma­wan­dels werden.