Oberbürgermeister Dr. Stephan kKeller © Lokalbüro

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan kKel­ler © Lokalbüro

 

Mit brei­ter Zustim­mung ist Düs­sel­dorfs Ober­bür­ger­meis­ter Ste­phan Kel­ler am Don­ners­tag an die Spitze des Regio­nal­ra­tes Düs­sel­dorf gewählt wor­den. Das Gre­mium gilt als zen­tra­les Steue­rungs- und Pla­nungs­or­gan für die räum­li­che Ent­wick­lung der gesam­ten Planungsregion.

Der 19. Februar 2026 mar­kiert damit den Auf­takt einer neuen Wahl­pe­ri­ode – und zugleich eine Phase tief­grei­fen­der Her­aus­for­de­run­gen. Denn der Regio­nal­rat ent­schei­det über Grund­satz­fra­gen der Flä­chen­ent­wick­lung: Wo ent­ste­hen neue Wohn­ge­biete? Wel­che Areale wer­den für Gewerbe und Indus­trie gesi­chert? Wie ver­lau­fen künf­tige Ver­kehrs­ach­sen? Und wel­che Flä­chen blei­ben als Frei- und Grün­räume erhalten?

Mit sei­nen Beschlüs­sen setzt das Gre­mium maß­geb­li­che Leit­plan­ken für Lebens­qua­li­tät, wirt­schaft­li­che Dyna­mik, Mobi­li­tät sowie Klima- und Umwelt­schutz in der Region.

„Wirt­schaft, Klima und Infra­struk­tur in Balance bringen“

Kel­ler zeigte sich nach der Wahl dank­bar für das Ver­trauen der 63 stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­der. Diese waren nach den Kom­mu­nal­wah­len 2025 neu gewählt oder beru­fen wor­den und kamen nun erst­mals in neuer Zusam­men­set­zung zusammen.

„Es geht darum, wirt­schaft­li­che Dyna­mik, Kli­ma­schutz und Infra­struk­tur­pla­nung in ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis zu brin­gen“, erklärte Kel­ler. Ziel sei es, ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen für Kom­mu­nen, Wirt­schaft und Bür­ger­schaft zu schaf­fen. Gerade in einer wach­sen­den Metro­pol­re­gion sei das Rin­gen um Flä­chen und Prio­ri­tä­ten eine Daueraufgabe.

Beob­ach­ter wer­ten Kel­lers Wahl auch als Signal für eine stär­kere Ver­zah­nung zwi­schen Lan­des­haupt­stadt und Umland. Der Regio­nal­rat ist kein sym­bo­li­sches Gre­mium, son­dern ent­schei­det über Regio­nal­pläne mit lang­fris­ti­ger Wirkung.

Stell­ver­tre­ter gewählt

Zum ers­ten stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den wurde Klaus Reese benannt, zur zwei­ten stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den wähl­ten die Mit­glie­der Iris Bellstedt.

Gemäß § 8 Absatz 1 Lan­des­pla­nungs­ge­setz NRW wur­den zudem bera­tende Mit­glie­der beru­fen. Sie ver­tre­ten unter ande­rem Arbeit­ge­ber- und Arbeit­neh­mer­ver­bände, Natur­schutz, Sport sowie Gleich­stel­lungs­in­ter­es­sen – ein Spie­gel der unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven, die in der Regio­nal­pla­nung berück­sich­tigt wer­den sollen.

Unter­stüt­zung aus der Bezirksregierung

Regie­rungs­prä­si­dent Tho­mas Schür­mann betonte die Bedeu­tung des Gre­mi­ums für die stra­te­gi­sche Ent­wick­lung der Region. Die Bezirks­re­gie­rung werde den Regio­nal­rat wei­ter­hin fach­lich fun­diert begleiten.

Die neue Wahl­pe­ri­ode steht unter dem Ein­druck umfas­sen­der Trans­for­ma­ti­ons­pro­zesse: Flä­chen­knapp­heit, Infra­struk­tur­pro­jekte, Kli­ma­an­pas­sung und Struk­tur­wan­del ver­lan­gen lang­fris­tige und zugleich fle­xi­ble Planungsentscheidungen.

Die Wei­chen, die der Regio­nal­rat jetzt stellt, dürf­ten die räum­li­che Ent­wick­lung der Region Düs­sel­dorf für viele Jahre prägen.