Eröffnung 2025 Marius Berlemann, Tina Müller (CEO Weleda AG), Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Wolfram N. Diener © Lokalbüro

Eröff­nung 2025 Marius Ber­le­mann, Tina Mül­ler (CEO Weleda AG), Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und Wolf­ram N. Die­ner © Lokalbüro

 

Ein Jahr nach der Pre­miere zieht „The Art of Beauty & Health“ die Kon­se­quenz aus ihrem eige­nen Erfolg: Das Fes­ti­val ver­dop­pelt die Zahl der teil­neh­men­den Mar­ken – und wächst inhalt­lich deut­lich über eine klas­si­sche Beauty-Messe hin­aus. 38 Brands, neue Erleb­nis­flä­chen und ein erwei­ter­tes Büh­nen­pro­gramm mar­kie­ren 2026 eine zweite Aus­gabe, die weni­ger Fort­set­zung als Posi­ti­ons­be­stim­mung ist.

Der eigent­li­che Aha-Moment: Wäh­rend die Bran­che vie­ler­orts über Kon­sum­zu­rück­hal­tung, regu­la­to­ri­schen Druck und ein ver­än­der­tes Kör­per­bild dis­ku­tiert, ent­steht in Düs­sel­dorf eine Platt­form, die Schön­heit, Medi­zin und Prä­ven­tion bewusst zusam­men­führt – und damit genau die Schnitt­stelle besetzt, an der sich der Markt gerade neu definiert

Beauty als Diskursraum

Was 2025 als kura­tier­tes Fes­ti­val star­tete, ent­wi­ckelt sich zu einem Bran­chen­treff mit pro­gram­ma­ti­schem Anspruch. Die The­men­fel­der rei­chen von Duft und Iden­ti­tät über High-Per­for­mance-Skin­care bis hin zu Lon­ge­vity und gesell­schaft­li­cher Verantwortung.

Auf den Büh­nen tref­fen pro­mi­nente Stim­men auf medi­zi­ni­sche Exper­tise: Lena Gercke spricht über Duft als Aus­druck von Per­sön­lich­keit, Maria Furtwäng­ler über ein neues Ver­ständ­nis von „Agel­ess Beauty“. Die Gynä­ko­lo­gin Dr. Sheila de Liz rückt Intim­pflege und Frau­en­ge­sund­heit aus der Tabu­zone, wäh­rend Felix M. Berndt meta­bo­li­sche Gesund­heit als Basis für Leis­tungs­fä­hig­keit erläu­tert. Der­ma­to­lo­gi­sche Per­spek­ti­ven bringt unter ande­rem Dr. Emi Arpa ein.

Auf­fäl­lig ist dabei weni­ger die Pro­mi­nenz als die Ton­lage: Statt Pro­dukt­wer­bung domi­nie­ren Panels, Debat­ten und Ein­ord­nun­gen – etwa zur gesell­schaft­li­chen Wir­kung von GLP-1-The­ra­pien oder zur Ver­ant­wor­tung von Beauty-Mar­ken im Span­nungs­feld zwi­schen Inno­va­tion und Ethik.

Erleb­nis statt Auslage

Auch kon­zep­tio­nell geht die Ver­an­stal­tung einen Schritt wei­ter. Die zen­tral gebün­delte Brand Area im Erd­ge­schoss fun­giert als Herz­stück – mit Prä­sen­ta­ti­ons­flä­chen, Bera­tung und inter­ak­ti­ven Formaten.

Neue Akzente set­zen der „Exclu­sive La Prai­rie Booth“ mit Mas­ter­clas­ses und Mini-Tre­at­ments sowie das GLAMOUR Beauty Lab als Con­tent- und Trend­raum. Tech­no­lo­gie wird vor Ort erleb­bar gemacht, etwa an Sty­ling-Sta­tio­nen oder bei KI-gestütz­ten Hautanalysen.

Das Line-up spie­gelt die Band­breite der Bran­che: von La Prai­rie über Dyson, Ritu­als Cos­me­tics, WELEDA und Dr. Haus­chka bis hin zu lavera, QVC und Nø Cos­me­tics. Luxus, Natur­kos­me­tik, Tech­no­lo­gie und Direkt­ver­trieb ste­hen neben­ein­an­der – nicht kon­kur­rie­rend, son­dern als Aus­druck eines erwei­ter­ten Beauty-Begriffs.

Düs­sel­dorf stärkt sein Profil

Das gestie­gene Inter­esse aus Indus­trie und Publi­kum spie­gelt sich im Ticket­ver­kauf wider, der bereits im Vor­feld hohe Nach­frage ver­zeich­net. Mit Part­nern aus dem Bereich Hydra­tion und Ernäh­rung wird das Leit­mo­tiv „Let it Flow – Aqua Edi­tion“ unterstrichen.

Für den Stand­ort Düs­sel­dorf bedeu­tet das Fes­ti­val mehr als ein wei­te­res Mes­se­for­mat. Es ist ein Signal: Die Gren­zen zwi­schen Beauty, Gesund­heit und Life­style lösen sich auf – und eine Bran­che, die lange pri­mär über Ästhe­tik sprach, dis­ku­tiert zuneh­mend über Stoff­wech­sel, Prä­ven­tion und Verantwortung.

Was im ver­gan­ge­nen Jahr als Expe­ri­ment begann, tritt 2026 mit deut­lich grö­ße­rer Selbst­ver­ständ­lich­keit auf. Die Ver­dopp­lung ist dabei nicht nur eine Zahl – son­dern ein Indi­ka­tor dafür, wie stark sich ein Markt im Umbruch nach Ori­en­tie­rung sehnt.

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