
Das stark von Graffiti und Vandalismus gezeichnete Pumpenhaus auf dem Rheindeich bei Kaiserswerth wird möglicherweise ertüchtigt © Christof Roche
Von Christof Roche
Die Bezirksvertretung fünf (BV5) hat sich auf ihrer jüngsten Sitzung für die Ertüchtigung des historischen Pumpenhauses in Kaiserswerth ausgesprochen. Offen ist jedoch, woher die Gelder für die Sanierung kommen werden.
Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Dominik Dimmendaal, führte nach der BV5-Sitzung in einer Pressemitteilung aus, die von der Stadt vorgelegte Machbarkeitsstudie zeige, das Pumpenhaus lasse sich „behutsam für die Zukunft ertüchtigen und für mehrere Zwecke im Sinne der Bürgerinnen und Bürger nutzen. Diese Chance wollen wir jetzt ergreifen.“
CDU und SPD hatten zuvor einen Antrag in die Sitzung eingebracht, der für das seit Jahren leerstehende Denkmal eine gemischte Nutzung mit vier Bausteinen vorsieht: einen niedrigschwellig nutzbaren Veranstaltungsraum für Kultur und Brauchtum, ein Atelier für Künstlerinnen und Künstler, die Nutzung als Trauzimmer für standesamtliche Hochzeiten sowie Infrastruktur mit Strom- und Wasseranschlüssen für Veranstaltungen des Sommerbrauchtums, vor allem für das Schützenfest.
Wichtig für die beiden Fraktionen ist, dass sich die Nutzungen nicht gegenseitig behindern. „Wir möchten einen Ort, der den Vereinen vor Ort nützt, für Kulturschaffende attraktiv ist und zeitweise ein besonderes Angebot für Hochzeitspaare schafft, ohne den sensiblen Standort am Deich zu überlasten“, erklärt Nicola Irmer (SPD). Parkplätze sollten deshalb ausdrücklich nicht geschaffen werden. Auch solle es keine Übernachtungsmöglichkeiten geben.
Die BV5 will sich laut Dimmendaal mit Eigenmitteln an der Ertüchtigung beteiligen. Diese reichten jedoch nicht aus, um das Projekt vollständig zu finanzieren. Vor diesem Hintergrund fordern CDU und SPD die Verwaltung auf, „gezielt öffentliche und private Fördermöglichkeiten zu prüfen und ein tragfähiges Finanzierungskonzept vorzuschlagen“. Über die Ergebnisse und die weiteren Planungsschritte solle die Verwaltung die Bezirksvertretung zeitnah informieren.
„Das Projekt bietet die Chance, Denkmalschutz, Kulturförderung und bürgernahe Angebote sinnvoll zu verbinden“, unterstrich Bezirksbürgermeister Benedict Stieber (CDU). In der Machbarkeitsstudie der Stadt Düsseldorf zur Ertüchtigung des Pumpenhauses war – je nach Nutzung des Gebäudes – ein Kostenrahmen zwischen 370.000 Euro und 710.000 Euro veranschlagt worden.


