Howard Carpendale © Lokalbüro

Howard Car­pendale © Lokalbüro

 

Vor rund 800 Fans aus allen Alters­grup­pen gab der Schla­ger­sän­ger Howard Car­pendale heute ein Kon­zert zur Ver­öf­fent­li­chung sei­nes neuen Albums „Zeit­los“ im Schla­ger-Café im Hen­kel-Saal in Düs­sel­dorf. Die Atmo­sphäre im tra­di­ti­ons­rei­chen Schla­ger-Venue war von Beginn an elek­tri­sie­rend – das Publi­kum ver­brachte den gesam­ten Abend ste­hend und in aus­ge­las­se­ner Feierlaune.

Das Album „Zeit­los“, das am 20. Februar 2026 erschie­nen war, ver­eint 20 neu arran­gierte Hits aus Car­penda­les rund 60-jäh­ri­ger Kar­riere in einem moder­nen Sound­mix. Mit dem Werk wür­digt der Künst­ler nicht nur große Erfolge sei­ner Lauf­bahn, son­dern führt sie klang­lich behut­sam in die Gegenwart.

Bereits nach dem ers­ten Lied wandte sich Car­pendale mit einer per­sön­li­chen Bitte an sein Publi­kum: Er for­derte das Pupli­kum freund­lich auf, ihre Han­dys weg­zu­pa­cken. Es sei schö­ner, in Gesich­ter zu schauen statt auf Dis­plays, erklärte er. Zudem könne man ohne Smart­phone in der Hand bes­ser klat­schen und den Abend genie­ßen. Die Reak­tion erfolgte prompt – inner­halb weni­ger Augen­bli­cke ver­schwan­den die Tele­fone, und der Fokus lag ganz auf der Musik und dem gemein­sa­men Erlebnis.

Zwi­schen den ein­zel­nen Lie­dern nahm Car­pendale immer wie­der auf einem Stuhl auf der Bühne Platz. In die­sen ruhi­gen Momen­ten suchte er das direkte Gespräch mit den Zuschau­ern, erzählte Anek­do­ten aus sei­ner Kar­riere, reflek­tierte per­sön­li­che Sta­tio­nen sei­nes Lebens und beant­wor­tete Fra­gen aus dem Publi­kum. Diese dia­lo­gi­schen Pas­sa­gen ver­lie­hen dem Abend eine beson­ders intime Note und unter­stri­chen die Nähe zwi­schen Künst­ler und Fans.

Zu den gespiel­ten Stü­cken gehör­ten unter ande­rem „Ti amo“, „Hello Again“, „Nachts, wenn alles schläft“, „Tür an Tür mit Alice“ sowie „Das schöne Mäd­chen von Seite Eins“. Viele die­ser Titel zäh­len zu den prä­gen­den Ever­greens der deutsch­spra­chi­gen Musik­ge­schichte und fes­tig­ten Car­penda­les Ruf als eine der bedeu­tends­ten Per­sön­lich­kei­ten des deut­schen Schlagers.

Car­pendale selbst beschrieb den beson­de­ren Cha­rak­ter des Pro­jekts mit den Wor­ten: „Die­ses Album ist eine Zeit­reise durch mein Leben und meine Musik. Es zeigt, dass echte Songs keine Alters­grenze kennen.“

Das Kon­zert im Schla­ger-Café war weit mehr als eine gewöhn­li­che Album­prä­sen­ta­tion – es ent­wi­ckelte sich zu einem gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­den Fest der Schla­ger­kul­tur. Eine klas­si­sche „Stan­ding Ova­tion“ blieb aus – aller­dings nur des­halb, weil das Publi­kum wäh­rend des gesam­ten Kon­zerts ohne­hin stand und die Lie­der begeis­tert mitfeierte.

Nach dem heu­ti­gen Auf­tritt soll Car­pendale im März auf große Abschieds­tour­nee gehen. Damit erhielt der Abend zusätz­lich eine emo­tio­nale Dimen­sion und wirkte wie ein beson­de­rer Moment inner­halb sei­ner jahr­zehn­te­lan­gen Karriere.

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