Warnanlagen,© Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr

Warn­an­la­gen,© Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Feuerwehr

 

Wenn über Düs­sel­dorf der bekannte auf- und abschwel­lende Heul­ton ertönt, steckt dahin­ter längst mehr als nur ein Relikt aus Zei­ten des Kal­ten Krie­ges. Die Feu­er­wehr der Lan­des­haupt­stadt baut ihr Sire­nen­netz wei­ter aus und moder­ni­siert bestehende Anla­gen. Ins­ge­samt inves­tiert die Stadt bis 2028 rund 2,47 Mil­lio­nen Euro in das Warnsystem.

„Die Inves­ti­tion von rund 2,5 Mil­lio­nen Euro stärkt nach­hal­tig den Schutz und die Sicher­heit unse­rer Bevöl­ke­rung“, sagt Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hintzsche. Ziel sei es, Men­schen im Ernst­fall schnell und unab­hän­gig von ande­ren tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten war­nen zu können.

Seit der Jahr­tau­send­wende wird das zuvor fast in Ver­ges­sen­heit gera­tene Sire­nen­netz in Düs­sel­dorf schritt­weise wie­der auf­ge­baut. Nach Anga­ben der Feu­er­wehr wer­den die Anla­gen regel­mä­ßig getes­tet und wei­ter­ent­wi­ckelt. „Bereits vor den ein­heit­li­chen Warn­ta­gen von Bund und Land hat die Feu­er­wehr ihr Sire­nen­netz zwei­mal jähr­lich über­prüft“, erklärt Feu­er­wehr­chef David von der Lieth. Die Erkennt­nisse dar­aus seien direkt in den Aus­bau ein­ge­flos­sen. Allein im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den zehn zusätz­li­che Sire­nen installiert.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren lag der Schwer­punkt auf der Ent­wick­lung eines zukunfts­fä­hi­gen Sys­tems. Dazu gehört eine geo­re­fe­ren­zierte Erfas­sung aller Stand­orte sowie eine umfas­sende Ana­lyse der Schall­aus­brei­tung im gesam­ten Stadt­ge­biet. Für jede ein­zelne Anlage wird dabei berech­net, wie weit ihr Signal reicht. Berück­sich­tigt wer­den auch moderne, gut gedämmte Fens­ter, die den Schall stär­ker abschir­men. Des­halb wird bei neuen Anla­gen ein höhe­rer Schall­pe­gel eingeplant.

Aktu­ell berei­tet die Feu­er­wehr gemein­sam mit dem Umwelt­amt eine neue Schall­ana­lyse vor. Par­al­lel dazu ent­ste­hen wei­tere Stand­orte: Fünf zusätz­li­che Sire­nen sol­len 2026 instal­liert werden.

Neben dem Aus­bau wer­den bestehende Anla­gen tech­nisch auf­ge­rüs­tet. Die moder­ni­sier­ten Sire­nen las­sen sich über Digi­tal­funk und Mobil­funk steu­ern und sind in ein zen­tra­les Moni­to­ring­sys­tem ein­ge­bun­den. Außer­dem wer­den Steu­er­ge­räte aus­ge­tauscht und die Leis­tung vie­ler Anla­gen erhöht – häu­fig von 1.800 auf 2.400 Watt.

Seit 2024 wur­den bereits neun Anla­gen moder­ni­siert, bis Ende die­ses Jah­res sol­len neun wei­tere fol­gen. Für die kom­men­den zwei Jahre plant die Feu­er­wehr zusätz­lich 64 Moder­ni­sie­run­gen.

Wie gut das Warn­sys­tem funk­tio­niert, zeigt sich auch beim nächs­ten lan­des­wei­ten Warn­tag: Am Don­ners­tag, 12. März 2026, wer­den die Sire­nen wie­der stadt­weit getes­tet. Nach dem Pro­be­alarm kön­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger erneut über ein Online-Umfra­ge­tool Rück­mel­dung geben, ob und wie deut­lich die Signale zu hören waren. Die Feu­er­wehr nutzt diese Rück­mel­dun­gen, um das Sire­nen­netz wei­ter zu verbessern.

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