Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat die neuen "SiBu-Streifen" mit Polizeipräsidentin Miriam Brauns, Thomas Hermsen, Leiter Bundespolizeiinspektion Düsseldorf, sowie Henryck Fiedler, Leiter DB Sicherheit in NRW, vorgestellt. Die "SiBu-Streifen" bestehen aus Einsatzkräften von Bundes- und Landespolizei, Ordnungs- und Servicedienst der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie DB Sicherheit. Aufgabe dieser Streifen ist es, durch abgestimmtes, professionelles Handeln sowie der Bündelung aller Zuständigkeiten dazu beizutragen, das Bahnhofsumfeld nachhaltig zu stabilisieren. © Lokalbüro

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler hat die neuen “SiBu-Strei­fen” mit Poli­zei­prä­si­den­tin Miriam Brauns, Tho­mas Herm­sen, Lei­ter Bun­des­po­li­zei­in­spek­tion Düs­sel­dorf, sowie Hen­ryck Fied­ler, Lei­ter DB Sicher­heit in NRW, vor­ge­stellt. Die “SiBu-Strei­fen” bestehen aus Ein­satz­kräf­ten von Bun­des- und Lan­des­po­li­zei, Ord­nungs- und Ser­vice­dienst der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf sowie DB Sicher­heit. Auf­gabe die­ser Strei­fen ist es, durch abge­stimm­tes, pro­fes­sio­nel­les Han­deln sowie der Bün­de­lung aller Zustän­dig­kei­ten dazu bei­zu­tra­gen, das Bahn­hofs­um­feld nach­hal­tig zu sta­bi­li­sie­ren. © Lokalbüro

 

Rund um den Düs­sel­dor­fer Haupt­bahn­hof sind seit Mitt­woch neue gemein­same Strei­fen im Ein­satz. Mit den soge­nann­ten „SiBu-Strei­fen“ wol­len Stadt, Poli­zei, Bun­des­po­li­zei und Deut­sche Bahn ihre Zusam­men­ar­beit stär­ken und schnel­ler auf Pro­bleme im Bahn­hofs­um­feld reagieren.

Aus­lö­ser für die ver­stärk­ten Maß­nah­men ist unter ande­rem die wei­ter­hin ange­spannte Sicher­heits­lage rund um den Bahn­hof. Erst am Diens­tag­abend war dort ein Mann bei einer Mes­ser­at­ta­cke schwer ver­letzt wor­den. Über den Vor­fall berich­tete unsere Redak­tion bereits ausführlich.

Vier Behör­den in einem Team

Die neuen Strei­fen bestehen aus Kräf­ten der Lan­des­po­li­zei, der Bun­des­po­li­zei, dem städ­ti­schen Ord­nungs- und Ser­vice­dienst sowie der DB Sicher­heit. Die Ein­satz­kräfte sind gemein­sam als Vie­rer­teams unter­wegs und patrouil­lie­ren nicht nur im Bahn­hofs­ge­bäude, son­dern auch im direk­ten Umfeld.

Ober­bür­ger­meis­ter Ste­phan Kel­ler betonte bei der Vor­stel­lung des Pro­jekts, dass durch das neue Kon­zept die wich­tigs­ten Sicher­heits­part­ner enger zusam­men­rü­cken. Das gemein­same Auf­tre­ten solle hel­fen, schnel­ler und abge­stimmt auf Pro­blem­la­gen reagie­ren zu können.

Auch Poli­zei­prä­si­den­tin Miriam Brauns sieht darin eine Wei­ter­ent­wick­lung bestehen­der Koope­ra­tio­nen. „Was wir im Pro­jekt SIDI erfolg­reich begon­nen haben, ent­wi­ckeln wir nun im Bahn­hofs­um­feld mit der gemein­sa­men Streife wei­ter“, sagte sie.

Vor ihrem Ein­satz wur­den die betei­lig­ten Kräfte gemein­sam von der Bun­des­po­li­zei geschult, um Abläufe, Kom­mu­ni­ka­tion und Zustän­dig­kei­ten zu trainieren.

Ein­satz auch im Umfeld des Bahnhofs

Das Ein­satz­ge­biet beschränkt sich nicht auf den Haupt­bahn­hof selbst. Auch angren­zende Berei­che wie der Worrin­ger Platz oder die Eisen­straße gehö­ren dazu. Gerade dort kommt es wegen der hohen Besu­cher­zah­len und ver­schie­de­ner Nut­zer­grup­pen immer wie­der zu Konflikten.

Ein Vor­teil der gemein­sa­men Strei­fen liegt darin, dass bei Ein­sät­zen sofort Ver­tre­ter aller betei­lig­ten Behör­den vor Ort sind. Dadurch kön­nen Maß­nah­men unmit­tel­bar abge­stimmt wer­den, ohne dass Zustän­dig­kei­ten erst geklärt wer­den müssen.

Drei Monate Testphase

Das Pro­jekt „SiBu – Sicher­heit im Bahn­hofs­um­feld“ läuft zunächst als Pilot­phase über drei Monate. In die­ser Zeit sol­len die Ein­sätze regel­mä­ßig aus­ge­wer­tet wer­den. Per­spek­ti­visch ist geplant, die Zusam­men­ar­beit dau­er­haft zu verstetigen.

Hin­ter­grund sind auch die wei­ter­hin hohen Kri­mi­na­li­täts­zah­len im Bereich des Haupt­bahn­hofs. Allein im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den dort meh­rere tau­send Straf­ta­ten regis­triert, dar­un­ter auch zahl­rei­che Gewalt­de­likte. Stadt und Sicher­heits­be­hör­den hof­fen, dass die gemein­sa­men Strei­fen künf­tig dazu bei­tra­gen, die Lage rund um den Bahn­hof spür­bar zu verbessern.