Warn­streik © Lokalbüro

 

Fahr­gäste in Düs­sel­dorf müs­sen sich am Diens­tag, den 10. März auf erheb­li­che Ein­schrän­kun­gen im Nah­ver­kehr ein­stel­len. Die Gewerk­schaft ver.di hat die Beschäf­tig­ten der Rhein­bahn zu einem ganz­tä­gi­gen Warn­streik auf­ge­ru­fen. Von der ers­ten Früh­schicht bis zur letz­ten Spät­schicht sol­len Busse und Bah­nen im Stadt­ge­biet der Rhein­bahn sowie im Kreis Mett­mann nicht fahren.

Der Streik ist Teil der lau­fen­den Tarif­runde im kom­mu­na­len Nah­ver­kehr in Nord­rhein-West­fa­len. Auch andere Ver­kehrs­un­ter­neh­men im Rhein­land und im Ber­gi­schen Land sind am Diens­tag betrof­fen. So hat ver.di Beschäf­tigte von WSW mobil, der Stadt­werke Solin­gen, der Stadt­werke Rem­scheid sowie der wupsi eben­falls zu Arbeits­nie­der­le­gun­gen auf­ge­ru­fen. In die­sen Städ­ten wer­den am Diens­tag eben­falls keine Busse und Bah­nen verkehren.

Nicht betrof­fen sind laut Gewerk­schaft der S‑Bahn- und Regio­nal­ver­kehr. Diese Ver­bin­dun­gen sol­len plan­mä­ßig fahren.

Tarif­runde ohne Angebot

Hin­ter­grund der Warn­streiks ist die fest­ge­fah­rene Tarif­runde für die rund 30.000 Beschäf­tig­ten der kom­mu­na­len Ver­kehrs­un­ter­neh­men in Nord­rhein-West­fa­len. Die zweite Ver­hand­lungs­runde zwi­schen ver.di und dem Kom­mu­na­ler Arbeit­ge­ber­ver­band Nord­rhein-West­fa­len war am 3. März in Bochum ohne Ergeb­nis been­det worden.

Nach Anga­ben der Gewerk­schaft liege wei­ter­hin kein ver­hand­lungs­fä­hi­ges Ange­bot der Arbeit­ge­ber vor. Statt­des­sen hät­ten die Arbeit­ge­ber Vor­schläge vor­ge­legt, die aus Sicht von ver.di Ver­schlech­te­run­gen etwa bei der Kran­ken­geld­re­ge­lung oder bei Zuschlä­gen für Nacht­ar­beit bedeuteten.

„Auch nach zwei Ver­hand­lungs­run­den und meh­re­ren Warn­streiks liegt kein Ange­bot auf dem Tisch, obwohl die For­de­run­gen seit Mona­ten bekannt sind“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Heinz Rech. Die Hal­tung der Arbeit­ge­ber erhöhe das Risiko einer wei­te­ren Eska­la­tion des Tarifkonflikts.

For­de­rung nach Entlastung

Im Mit­tel­punkt der Gewerk­schafts­for­de­run­gen steht vor allem eine Ent­las­tung der Beschäf­tig­ten im Nah­ver­kehr. ver.di ver­langt unter ande­rem eine Redu­zie­rung der Wochen­ar­beits­zeit von der­zeit 39 auf 37 Stun­den bei vol­lem Lohn­aus­gleich sowie höhere Zuschläge etwa für Sonntagsarbeit.

In Nord­rhein-West­fa­len sind mehr als 30 kom­mu­nale Ver­kehrs­un­ter­neh­men von der Tarif­runde betrof­fen. Für Fahr­gäste bedeu­tet der Warn­streik am Diens­tag vor allem in Düs­sel­dorf erheb­li­che Ein­schrän­kun­gen im Nah­ver­kehr. Pend­ler müs­sen auf Alter­na­ti­ven ausweichen.