Warnanlagen,© Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr

Warn­an­la­gen,© Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Feuerwehr

 

Am Don­ners­tag, 12. März, wird es um Punkt 11 Uhr laut in Nord­rhein-West­fa­len: Beim lan­des­wei­ten Warn­tag heu­len lan­des­weit rund 6.500 Sire­nen, Han­dys geben Alarm, Laut­spre­cher­an­la­gen sen­den Durch­sa­gen und auch auf digi­ta­len Anzei­ge­ta­feln sowie in sozia­len Medien erschei­nen Warn­mel­dun­gen. Mit dem Pro­be­alarm wol­len die Behör­den tes­ten, ob die ver­schie­de­nen Warn­sys­teme im Ernst­fall zuver­läs­sig funktionieren.

Aus­ge­löst wer­den die War­nun­gen über das soge­nannte Modu­lare Warn­sys­tem (MoWaS). Dar­über wer­den Mel­dun­gen unter ande­rem per Cell Broad­cast direkt auf Mobil­te­le­fone gesen­det. Auch die Warn-App NINA infor­miert par­al­lel über die Übung. Zusätz­lich ver­brei­ten Hör­funk und Fern­se­hen Warn­mel­dun­gen, wäh­rend Leit­stel­len vor Ort die Sire­nen aktivieren.

Erst­mals wird beim lan­des­wei­ten Warn­tag auch eine Ent­war­nung über Cell Broad­cast ver­schickt. Der Bund als Betrei­ber des Sys­tems setzt damit eine For­de­rung aus Nord­rhein-West­fa­len um.

Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul betont die Bedeu­tung des Tests: „Mit dem Pro­be­alarm wol­len wir unser Warn­sys­tem auf Herz und Nie­ren prü­fen. Nur so fin­den wir her­aus, ob es zuver­läs­sig funk­tio­niert und wo wir viel­leicht noch nach­bes­sern müs­sen.“ Gleich­zei­tig solle der Warn­tag die Bevöl­ke­rung für Warn­si­gnale sen­si­bi­li­sie­ren. „Nur, wenn die Men­schen Sire­nen­töne rich­tig ein­ord­nen kön­nen, wis­sen sie im Not­fall, was zu tun ist“, so Reul.

In die­sem Jahr steht der Warn­tag zudem unter dem Schwer­punkt „Selbst­schutz“. Kri­sen könn­ten viele Ursa­chen haben – etwa Strom­aus­fälle, schwere Stürme oder extreme Hitze. Wich­tig sei des­halb nicht nur das rich­tige Ver­hal­ten im Ernst­fall, son­dern auch eine gute Vorbereitung.

Das Innen­mi­nis­te­rium hat gemein­sam mit Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen aus dem Brand- und Kata­stro­phen­schutz dafür den Rat­ge­ber „Selbst­schutz­tipps für den Kata­stro­phen­fall“ ent­wi­ckelt. Die Bro­schüre ent­hält prak­ti­sche Hin­weise, wie Bür­ger sich auf ver­schie­dene Kri­sen­si­tua­tio­nen vor­be­rei­ten können.

Der lan­des­weite Warn­tag wurde 2018 von Innen­mi­nis­ter Reul ein­ge­führt. Seit­dem fin­det der Pro­be­alarm jedes Jahr am zwei­ten Don­ners­tag im März statt. Neben der tech­ni­schen Über­prü­fung der Warn­sys­teme soll er auch daran erin­nern, dass Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienste im Land rund um die Uhr ein­satz­be­reit sind, um Men­schen und Sach­werte zu schützen.

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