Symbolbild Straßenbahnunfall © Lokalbüro

Sym­bol­bild Stra­ßen­bahn­un­fall © Lokalbüro

 

Poli­zei regis­triert fast 30.000 Ver­kehrs­un­fälle – deut­lich mehr Ver­letzte und Unfallfluchten

Düs­sel­dorf. Mehr Ver­kehr auf den Stra­ßen der Lan­des­haupt­stadt schlägt sich auch in der Unfall­sta­tis­tik nie­der. Wie aus dem neuen Ver­kehrs­be­richt des Poli­zei­prä­si­di­ums Düs­sel­dorf her­vor­geht, ist die Zahl der regis­trier­ten Ver­kehrs­un­fälle im ver­gan­ge­nen Jahr deut­lich gestiegen.

Ins­ge­samt nahm die Poli­zei 29.989 Ver­kehrs­un­fälle im Stadt­ge­biet auf. Im Jahr zuvor waren es 27.366 Fälle gewe­sen – ein Anstieg um 9,6 Pro­zent. Der über­wie­gende Teil der Kol­li­sio­nen endete wei­ter­hin mit Blech­schä­den: 27.509 Unfälle und damit 91,3 Pro­zent ver­ur­sach­ten aus­schließ­lich Sachschäden.

Mehr Ver­letzte im Straßenverkehr
Deut­lich gestie­gen ist die Zahl der Ver­letz­ten. Ins­ge­samt wur­den 3.043 Men­schen bei Ver­kehrs­un­fäl­len ver­letzt, im Jahr zuvor waren es 2.765 gewe­sen. Neun Men­schen kamen im Düs­sel­dor­fer Stra­ßen­ver­kehr ums Leben, genauso viele wie im Vorjahr.

Unter den Todes­op­fern waren laut Poli­zei zwei Auto­fah­rer, zwei Fuß­gän­ger, zwei Fahr­zeug­insas­sen, ein Rad­fah­rer, ein Fah­rer eines Klein­kraft­rads sowie ein Fahr­gast einer Stra­ßen­bahn.

Deut­lich mehr Unfallfluchten
Auf­fäl­lig ist der deut­li­che Anstieg bei Unfall­fluch­ten. Die Poli­zei regis­trierte 6.956 Fälle, ein Jahr zuvor waren es 6.175. Auch bei Unfall­fluch­ten mit Ver­letz­ten stieg die Zahl – von 290 auf 324 Fälle. Gleich­zei­tig konnte die Poli­zei die Auf­klä­rungs­quote hier leicht ver­bes­sern: von 55,5 auf 56,2 Pro­zent.

Mehr Unfälle mit Kindern
Auch Kin­der waren häu­fi­ger in Ver­kehrs­un­fälle ver­wi­ckelt. Die Zahl der Unfälle mit aktiv am Stra­ßen­ver­kehr teil­neh­men­den Kin­dern stieg von 149 auf 170 Fälle. Bei pas­siv betei­lig­ten Kin­dern, etwa als Mit­fah­rer, nahm die Zahl von 54 auf 63 zu. Beson­ders deut­lich fiel der Anstieg bei Schul­weg­un­fäl­len aus: von 26 auf 44 Fälle.

Stra­ßen­bahn­un­fälle sel­ten – aber oft schwer
Rela­tiv sel­ten sind Unfälle mit Stra­ßen­bah­nen, sie haben jedoch häu­fig schwere Fol­gen. Die Zahl der Zusam­men­stöße sank leicht von 159 auf 157 Fälle. Gleich­zei­tig stieg die Zahl der dabei ver­letz­ten Men­schen von 163 auf 182.

Die Poli­zei weist dar­auf hin, dass Stra­ßen­bah­nen wegen ihrer Masse und ihres lan­gen Brems­wegs ein beson­de­res Risiko dar­stel­len. Schon kleine Unacht­sam­kei­ten im Stra­ßen­ver­kehr könn­ten hier schwer­wie­gende Fol­gen haben.