Archivbild Jobsi Driessen © Lokalbüro
Archivbild Axel Both © Lokalbüro

Zwei Jahr­zehnte lang prägte ein Mann die exklu­sive Gesell­schaft der ehe­ma­li­gen Düs­sel­dor­fer Kar­ne­vals­fürs­ten. Nun gibt er das Steuer in jün­gere Hände.

Ein Tra­di­ti­ons­club der Düs­sel­dor­fer Kar­ne­vals­ge­sell­schaft steht vor einem Neu­an­fang: Jobsi Dries­sen, seit rund 20 Jah­ren Prä­si­dent des Prin­zen­clubs der Lan­des­haupt­stadt, legt sein Amt nie­der. Sein Nach­fol­ger ist Axel Both – ein wasch­ech­ter Düs­sel­dor­fer, der den Kar­ne­val von Kin­des­bei­nen an liebt und in der Ses­sion 2019/2020 als Prinz Axel I. durch die Stadt zog.

Ent­schei­dend war für den schei­den­den Prä­si­den­ten vor allem der Zusam­men­halt inner­halb der Gemein­schaft. Und genau das hat Both in den ver­gan­ge­nen Jah­ren bereits unter Beweis gestellt: Er pflegt den per­sön­li­chen Kon­takt zu den Mit­glie­dern und sorgt dafür, dass die ehe­ma­li­gen Prin­zen auch abseits der offi­zi­el­len Ver­an­stal­tun­gen als Gemein­schaft zusammenfinden.

Dries­sen selbst gehört zu den bekann­tes­ten Gesich­tern im Düs­sel­dor­fer Kar­ne­val. Als eins­ti­ger Prinz Kar­ne­val zählt er heute zu den dienst­äl­tes­ten Ex-Prin­zen der Stadt – und im Prin­zen­club, der 1958 gegrün­det wurde und den ehe­ma­li­gen Kar­ne­vals­prin­zen eine stan­des­ge­mäße Hei­mat bie­tet, war er über zwei Jahr­zehnte das prä­gende Gesicht. Unter sei­ner Ägide ent­wi­ckel­ten sich der ele­gante Prin­zen­ball sowie die bei­den Kos­tüm­bälle zu kar­ne­va­lis­ti­schen High­lights der Düs­sel­dor­fer Session.

Die Auf­nahme in den Prin­zen­club erfolgt nicht auto­ma­tisch: Die bereits ver­sam­mel­ten Ex-Prin­zen ent­schei­den gemein­schaft­lich, ob ein neuer Regent in ihren Kreis auf­ge­nom­men wird.