
Symbolbild Festnahme durch Polizei
Versuchter Wohnungseinbruch in der Friedrich-Ebert-Straße – Polizei überzeugt Tatverdächtigen zur Aufgabe – Ermittlungsrichter eingeschaltet
Ein versuchter Wohnungseinbruch in der Düsseldorfer Stadtmitte hat am Montag zu einer ungewöhnlichen Szene an einer Hausfassade geführt: Ein 48-jähriger Tatverdächtiger versuchte, über die Außenwand eines Mehrfamilienhauses an der Friedrich-Ebert-Straße zu flüchten – und musste schließlich von Polizisten auf einem Balkon festgenommen werden.
Die Tat ereignete sich am Montag gegen 11.28 Uhr. Ein aufmerksamer Anwohner alarmierte die Polizei, weil zwei Männer offenbar gerade versuchten, in seine Wohnung einzubrechen. Beamte des Schwerpunktdienstes der Polizeiinspektion Mitte rückten sofort aus und verschafften sich Zutritt zum Gebäude. Dort bot sich ihnen ein Bild wie aus einem Actionfilm: Einer der mutmaßlichen Einbrecher kletterte aus einem Fenster und versuchte, über die Fassade auf ein angrenzendes Dach zu gelangen.
Die Polizisten handelten schnell. Per Zuruf gelang es ihnen, den Mann zu überreden, von der Fassade auf einen nahe gelegenen Balkon zu steigen. Dort ließ er sich widerstandslos festnehmen. Der zweite Tatverdächtige konnte in der Zwischenzeit unerkannt entkommen.
Bei der Durchsuchung des Festgenommenen – eines 48 Jahre alten Kolumbianers ohne festen Wohnsitz in Deutschland – fanden die Beamten präpariertes Einbruchswerkzeug, das mutmaßlich zum Aufhebeln von Türen diente. Gegen ihn wurde neben dem Einbruchsverdacht auch eine Anzeige wegen unerlaubten Aufenthalts gestellt. Er wird einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Die Ermittlungen laufen weiter, insbesondere zur Identität des flüchtigen zweiten Mannes. Zeugen, die am Montag in der Friedrich-Ebert-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich beim Einbruchskommissariat KK14 der Düsseldorfer Polizei unter der Rufnummer 0211 870–0 zu melden.

