Das Foto zeigt die Situa­tion am Mitt­woch auf dem Burg­platz: Dirk Schmit neben dem Anhän­ger mit der bereits dicht beschrie­be­nen Namens­wand – ein sicht­ba­res Zei­chen für das große Inter­esse an der per­sön­li­chen Mit­ge­stal­tung des neuen Leih­sys­tems. © Lokalbüro

 

Ab Juli rol­len 2.500 Leih­rä­der durch die Lan­des­haupt­stadt – benannt von den Bür­gern selbst.

Es war ein Auf­ruf, der die Düs­sel­dor­fer offen­bar bewegt hat: Rund 2.500 Men­schen haben in den ver­gan­ge­nen Wochen einen Namens­vor­schlag für eines der neuen städ­ti­schen Leih­rä­der ein­ge­reicht – und dabei nicht sel­ten eine ganze Geschichte mit­ge­lie­fert. Die Namens­ak­tion für das neue Fahr­rad­miet­sys­tem Düs­sel­bike ist abge­schlos­sen, die Ergeb­nisse spre­chen für sich.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler zeigt sich beein­druckt von der Reso­nanz. Die hohe Betei­li­gung zeige die Vor­freude auf das neue Sys­tem und die starke Ver­bun­den­heit der Men­schen mit ihrer Stadt, sagte er. Tat­säch­lich war der Ein­falls­reich­tum der Teil­neh­mer bemer­kens­wert: Kaum ein Name wurde mehr­fach genannt. Spit­zen­rei­ter ist Lumpi – der Spitz­name der For­tuna-Legende Andreas Lam­bertz – mit acht Nen­nun­gen, gefolgt vom Kat­zen­na­men Lüttje mit sechs Eingaben.

Viele Teil­neh­mer nutz­ten die Gele­gen­heit, um gelieb­ten Men­schen ein klei­nes Denk­mal zu set­zen. Ob Oma, Opa, Mut­ter, Vater, Kind oder die erste große Liebe – zahl­rei­che per­sön­li­che Namen fin­den sich nun auf den Rädern wie­der. Auch Haus­tiere, vor allem Hunde, stan­den hoch im Kurs.

Welt­of­fe­nes Düs­sel­dorf auf zwei Rädern

Beson­ders deut­lich zeigte sich bei der Aktion die welt­of­fene Seite der Stadt. Namen aus aller Welt wur­den ein­ge­reicht: Anta aus dem Sene­gal, Chong­qing als Ver­weis auf Düs­sel­dorfs chi­ne­si­sche Part­ner­stadt, Ümit aus der Tür­kei oder Ozé­ane als „deutsch-fran­zö­si­sche Freund­schaft auf zwei Rädern”. Hin­ter dem Namen Nour – Ara­bisch für „Licht” – steckt eine beson­ders bewe­gende Geschichte: Ein Neu­bür­ger schrieb, Düs­sel­dorf habe sei­nen All­tag nach weni­gen Mona­ten wie­der mit Licht gefüllt.

Lokal­pa­trio­tis­mus durfte natür­lich auch nicht feh­len. Für den Stadt­teil Ger­res­heim etwa wurde der Name Gerry vor­ge­schla­gen – mit der Begrün­dung, Gerry sei „ent­spannt, zuver­läs­sig und immer bereit für die nächste Fahrt”, genauso wie der Ort selbst, wo die Stadt ein biss­chen per­sön­li­cher werde. Wei­tere Namens­funde mit Lokal­ko­lo­rit sind der Kö-Kur­ver, Con­Rad oder die Düsette. Auch Düs­sel­dor­fer Sehens­wür­dig­kei­ten wie Alt­stadt, Hof­gar­ten, Medi­en­ha­fen, Rhein­turm und Ton­halle sind als Rad­na­men gesetzt.

Start im Som­mer in drei Phasen

Das Fahr­rad­miet­sys­tem star­tet am 1. Juli 2026. Zunächst ste­hen 500 Räder an 20 Sta­tio­nen vor allem in den Stadt­be­zir­ken 1 bis 4 zur Ver­fü­gung. Am 1. August fol­gen wei­tere 1.000 Räder an 40 Sta­tio­nen, die auch die Außen­be­zirke ein­schlie­ßen. Den Abschluss bil­den noch ein­mal 1.000 wei­tere Räder an 40 zusätz­li­chen Sta­tio­nen zum 1. Sep­tem­ber. Betrie­ben wird das Sys­tem vom däni­schen Unter­neh­men Don­key Repu­blic, Haupt­spon­sor ist die ERGO Group

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