©  Metulczki / Grafik Bild Kunst, 2026
©  Metulczki / Grafik Bild Kunst, 2026
©  Metulczki / Grafik Bild Kunst, 2026

Wer kennt sie nicht, die ver­trau­ten Gesich­ter des Düs­sel­dor­fer Knei­pen­le­bens: das Uerige, das Füchs­chen, den Spie­gel, das Ein­horn, die Zicke oder das Kreuz Her­ren­eck. Der Leip­zi­ger Maler Metul­czki hat sie alle besucht, stu­diert und auf die Lein­wand gebracht. Am Sams­tag, 28. März, eröff­net die Gale­rie Gra­fik Bild Kunst am Schwa­nen­markt 6 um 19 Uhr seine Aus­stel­lung “Ein biss­chen Frie­den…” – eine hyper­rea­lis­ti­sche Hom­mage an die Braue­reien, Knei­pen und Sze­ne­lo­kale der Landeshauptstadt.

Metul­czki ist kein Maler der gro­ßen Ges­ten. Der Leip­zi­ger mit wachem Blick für das All­täg­li­che wid­met seine Kunst seit Jah­ren jenen Orten, an denen Men­schen sich begeg­nen, ohne viel Auf­he­bens darum zu machen. Seine Gemälde wir­ken wie leise Beob­ach­tun­gen: das gedämpfte Licht einer Braue­rei, das Klir­ren von Glä­sern, die zufäl­li­gen Ges­ten der Gäste, die stille Ver­traut­heit zwi­schen Frem­den. Er malt keine Räume – er malt Atmosphären.

Wer seine Werke kennt, denkt unwei­ger­lich an Hop­per, an Spitz­weg, viel­leicht auch an Heming­way. Doch Metul­czki ist ganz er selbst: ein trink­fes­ter Mann mit roman­ti­schem Blick, des­sen Bil­der nicht ver­klä­ren und nicht ent­lar­ven, son­dern das Poe­ti­sche im Gewöhn­li­chen sicht­bar machen. Seine Werke sind bezahl­bar, wer­den geliebt und sind oft ausverkauft.

Der Titel der Schau klingt auf den ers­ten Blick beschei­den, fast kit­schig. Doch “Ein biss­chen Frie­den…” trägt in sei­ner Schlicht­heit eine große Sehn­sucht. Er erzählt vom Wunsch nach Ruhe in einer lau­ten Welt, nach Nähe in Zei­ten der Ver­ein­ze­lung, nach Momen­ten, in denen man sich selbst wie­der spürt. Metul­czki selbst sagt über seine Aus­stel­lung: Der Wunsch nach Frie­den beginne im Inne­ren, bei Ruhe im Her­zen, weni­ger Sor­gen, einem Gefühl von Sicher­heit und Zuhause. Mit einem Augen­zwin­kern fügt er hinzu, den Titel solle man bitte auch als Bot­schaft an die Außen­welt verstehen.

So ist die Aus­stel­lung zugleich eine Hom­mage an die Düs­sel­dor­fer Lokal­kul­tur und ein stil­ler Appell, die Poe­sie des All­tags nicht zu über­se­hen – eine Lie­bes­er­klä­rung an eine Trink­kul­tur aus der Zeit vor dem Ape­rol-Spritz, in der das Bier noch mit Bedacht getrun­ken und dabei über Gott und die Welt phi­lo­so­phiert wurde.

Ab etwa 20 Uhr fin­det ein Künst­ler­ge­spräch statt, bei dem Metul­czki für Fra­gen zur Ver­fü­gung steht. Im Innen­hof gibt es einen Bar- und Rau­cher­be­reich, Getränke und Snacks wer­den gegen Spende ange­bo­ten. Wer sich bereits per Whats­App ange­mel­det hat, muss sich nicht erneut über Event­brite regis­trie­ren – diese Anmel­dun­gen gel­ten. Alle ande­ren kön­nen sich per Event­brite oder per E‑Mail unter info@grafikbildkunst.de anmel­den. Der Ein­tritt ist frei, eine Anmel­dung jedoch erforderlich.

Aus­stel­lung “Ein biss­chen Frie­den…”, Gra­fik Bild Kunst, Schwa­nen­markt 6, Düs­sel­dorf. Eröff­nung: Sams­tag, 28. März 2026, 19 Uhr.

 

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