
Auch er Kö Graben wurden von Mülle befreit. Das Team Blocksdorf organisierte die Aktion der DUC-Taucher im Kö-Graben. Gefunden wurden vor allem Transportmittel wie Fahrräder oder E‑Roller. © LB / Olaf Oidtmann
So viele Helfer wie nie zuvor: Der diesjährige Dreck-weg-Tag hat in der Landeshauptstadt einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt. Insgesamt 20.000 Freiwillige beteiligten sich an der großen Reinigungsaktion – darunter allein 15.000 Kinder und Jugendliche. Damit wurde die Bestmarke aus dem Vorjahr deutlich übertroffen.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller sieht in der Resonanz ein klares Signal: „Die Stadtsauberkeit geht alle an.“ Der Rekord sei ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein in Düsseldorf. Sein Dank gelte allen Helfern, die mit großem Engagement angepackt hätten. Sauberkeit, so Keller, sei das Ergebnis eines gemeinsamen Einsatzes vieler.
Organisiert wird der Dreck-weg-Tag seit 1999 vom Verein PRO DÜSSELDORF. Dessen Vorsitzende Renate Böhm zeigte sich besonders erfreut über die hohe Beteiligung von Kitas und Schulen. Gerade das Engagement der jungen Generation mache Hoffnung, die Müllproblematik langfristig besser in den Griff zu bekommen.
Am Aktionssamstag kamen rund 22 Tonnen Müll zusammen, überwiegend Plastik. Die Ergebnisse aus Kitas und Schulen sind darin noch nicht einmal enthalten. Erfahrungsgemäß dürfte sich die Gesamtmenge damit nahezu verdoppeln.
Die logistische Herausforderung war erheblich. Joachim Umbach vom Organisationsteam hob insbesondere den Einsatz der AWISTA Kommunal hervor. Mit 13 Fahrzeugen und 24 Mitarbeitern stellte das Unternehmen sicher, dass Sammelmaterial bereitstand und die Abholung reibungslos funktionierte – trotz deutlich gestiegener Teilnehmerzahlen.
Unterstützt wird der Dreck-weg-Tag durch Fördergelder und Spenden. Hauptförderer ist seit Jahren die Deutsche Postcode Lotterie. Deren Sprecher Dominic McVey betonte die Bedeutung des Engagements im Umwelt- und Naturschutz. Auch ein großes Team der Lotterie beteiligte sich aktiv an der Sammelaktion.
Zu den Partnern der Aktion zählten erneut das Umweltamt der Stadt, die Messe Düsseldorf sowie die Werbefirma Wall. Als prominente Gesichter warben die Profitänzer Renata und Valentin Lusin im Vorfeld für die Teilnahme – und packten schließlich selbst mit an, unter anderem auf den Oberkasseler Rheinwiesen.
Besondere Aufmerksamkeit erregte eine Aktion im Kö-Graben: Taucher des DUC förderten dort zahlreiche Gegenstände zutage, darunter Fahrräder und E‑Roller. Auch in den Stadtteilen wurde kräftig gesammelt. In Garath etwa fiel so viel Müll an, dass zusätzliche Fahrzeuge angefordert werden mussten. Unterstützung kam dort auch von der Freiwilligen Feuerwehr.
Traditionell beteiligte sich auch Fortuna Düsseldorf. Jugendmannschaften des Vereins sammelten nach einem Workshop rund um das Trainingsgelände in Flingern Müll. Angeführt von Vereinslegende Oliver Fink machten die Nachwuchsspieler reichlich Beute.
Der Dreck-weg-Tag 2026 zeigt damit eindrucksvoll: Bürgersinn und Engagement für die eigene Stadt sind in Düsseldorf ungebrochen – und stärker denn je.
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