Das Schaubild zeigt mögliche Umleitungsrouten, die während der Zeit der Sperrung des Rheinufertunnels vom 30. März bis 25. April von Autofahrern genutzt werden können. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Brücken-, Tunnel- und Stadtbahnbau
Das Schaubild zeigt die Position der Axialventilatoren im Gefüge des Rheinufertunnels. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Brücken-, Tunnel- und Stadtbahnbau

Düs­sel­dorfs Auto­fah­rer müs­sen nun ganz hart sein, denn für sie kommt es knüp­pel­dick: Ab dem 30. März wird der Rhein­ufer­tun­nel für vier Wochen bis zum 25. April gesperrt. Zwei der ins­ge­samt fünf Abluft­ven­ti­la­to­ren müs­sen aus­ge­tauscht wer­den. „Es dient der Sicher­heit“, warb Bau­de­zer­nen­tin Cor­ne­lia Zuschke um Verständnis.

Wer schon ein­mal am Alten Hafen auf der Rhein­ufer­pro­me­nade vor den zwei schie­fen, über­di­men­sio­nier­ten Beton­klöt­zen stand, fragte sich unwei­ger­lich: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Das Geheim­nis wird nun gelüf­tet. Im Grunde sind es Schorn­steine, durch die zwei Abluft­ven­ti­la­to­ren bei einem Brand im Tun­nel die bei­den Fahr­röh­ren ent­rau­chen sol­len. Diese bei­den Rie­sen­ven­ti­la­to­ren, die kopf­über in einer Röhre ste­cken, müs­sen nun aus­ge­tauscht wer­den. Drei mal fünf Meter groß, schaf­fen die neuen Luft­sauger mit einem „Atem­zug“ rund 8.400 Kubik­me­ter Rauch aus dem Tun­nel; in der Stunde sind dies 500.000. Die Kapa­zi­tät gegen­über den alten erhöht sich damit um ein Drittel.

Der Grund für die Sper­rung liegt somit auf der Hand: Der Brand­schutz ist nicht gewähr­leis­tet, da diese bei­den soge­nann­ten Axi­al­ven­ti­la­to­ren nicht in Betrieb genom­men wer­den kön­nen. „Der Aus­tausch ist eine not­wen­dige Maß­nahme. Ver­än­derte Vor­schrif­ten müs­sen umge­setzt wer­den“, erklärte Käm­me­rin Doro­thée Schnei­der in ihrer wei­te­ren Funk­tion als Dezer­nen­tin für Bauinvestitionscontrolling.

Damit kom­men auch die Kos­ten ins Spiel: Der Aus­tausch kos­tet rund 4,5 Mil­lio­nen Euro und umfasst wei­tere not­wen­dige Arbei­ten. So wer­den unter ande­rem eine Fahr­bahn­sa­nie­rung, eine Rei­ni­gung sowie eine ver­bes­serte Beleuch­tung umge­setzt. Beach­tens­wert ist dabei, dass die Ven­ti­la­to­ren seit der Eröff­nung des Tun­nels 1993 nicht aus­ge­tauscht wer­den mussten.

Doch wie läuft der Aus­tausch ab? Die neuen Axi­al­ven­ti­la­to­ren wer­den vor Ort zusam­men­ge­setzt und durch eine recht­eckige Öff­nung in einen zehn Meter tie­fen Schacht abge­las­sen und dort montiert.

Damit die Sper­rung der wich­ti­gen Nord-Süd-Achse, auf der täg­lich 45.000 Fahr­zeuge unter­wegs sind, tat­säch­lich auf den ange­ge­be­nen Zeit­raum begrenzt bleibt, wird sowohl sams­tags als auch sonn­tags sowie zeit­weise in drei Schich­ten gear­bei­tet. Des­we­gen gab die Stadt auch eine „ziem­li­che Garan­tie“ von vier Wochen ab, von denen die ers­ten bei­den in die Oster­fe­rien fal­len. „Dann folgt der Stress­test“, so Zuschke.

Über indi­vi­du­elle, der Ver­kehrs­lage ange­passte Umlei­tun­gen soll das Gröbste ver­mie­den wer­den. Dafür die­nen Vario­an­zei­gen, mit denen das Ver­kehrs­auf­kom­men gesteu­ert wer­den kann. Nie­mand macht aller­dings einen Hehl dar­aus, dass ins­be­son­dere die Fischer­straße, die Kai­ser­straße, die Koper­ni­kus­straße und die Ber­li­ner Allee die Haupt­last des inner­städ­ti­schen Ver­kehrs tra­gen wer­den. „Es wird eng in den vier Wochen“, weiß Cor­ne­lia Zuschke.

Des­we­gen schlägt die Stadt drei Aus­weich­rou­ten vor:
• Fischer‑, Kaiser‑, Hof­gar­ten­straße, Ber­li­ner Allee und Cor­ne­li­us­straße
• Mero­win­ger- und Fried­rich­straße
• B1, Süd­ring, Koper­ni­kus­straße, B8 und B7 (Last­ring)

Als Nord-Süd-Umlei­tung lau­tet die Emp­feh­lung:
• Dan­zi­ger Straße, Hein­rich-Erhard-Straße, über die B7 und B8, Koper­ni­kus­straße, Süd­ring und B1 (Last­ring)
• Aus süd­li­cher Rich­tung über die B1, Süd­ring, Koper­ni­kus­straße, B8, B7 (Last­ring)

Ein Lüfter konnte bereits ausgebaut werden © Lokalbüro
Eingang zum Lüfterraum © Lokalbüro
Blick in den Lüfter © Lokalbüro