
Vorstand: (v.l.) Henrietta Six, Dr. Stefan Dahm, Michael Röttgen und Dr. Michael Meyer © Sparkasse Düsseldorf
Die Stadtsparkasse Düsseldorf hat im Jahr ihres 200-jährigen Bestehens ein solides Geschäftsergebnis erzielt. Trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen konnte das Institut wachsen und wichtige strategische Weichen für die Zukunft stellen. Vorstandschef Dr. Stefan Dahm sprach bei der Bilanzpressekonferenz von einem Jahr, das „für Nähe, Engagement und Zukunft“ gestanden habe.
Die durchschnittliche Bilanzsumme stieg um 2,2 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. Auch das Neugeschäft entwickelte sich positiv: Kreditzusagen und Wertpapierkäufe legten zusammen um rund 500 Millionen auf 3,1 Milliarden Euro zu. Treiber war unter anderem das Wertpapiergeschäft, das von der starken Börsenentwicklung profitierte. Insgesamt bewegten Kunden fast zwei Milliarden Euro in Wertpapieren.
Im Kreditgeschäft wuchs der Bestand auf 10,6 Milliarden Euro. Besonders gefragt blieben Immobilienfinanzierungen. Allerdings zeigt sich ein Wandel: Wegen hoher Baukosten rücken Sanierungen und der Kauf von Bestandsimmobilien stärker in den Fokus. Bei Unternehmen stiegen die Kreditzusagen deutlich. Hier geht es laut Sparkasse vor allem um Modernisierung und Investitionen in Energieeffizienz.
Ertragsseitig blieb die Entwicklung unter dem Rekordniveau des Vorjahres. Der Zinsüberschuss sank auf 310,2 Millionen Euro, was vor allem auf gesunkene Marktzinsen infolge von Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank zurückgeführt wird. Dagegen legte der Provisionsüberschuss leicht auf 114 Millionen Euro zu. Gleichzeitig stiegen die Kosten deutlich, unter anderem durch höhere IT-Ausgaben, Tarifsteigerungen und zusätzliche Einstellungen.
Unter dem Strich erwartet die Sparkasse ein Jahresergebnis von gut 100 Millionen Euro. Damit liegt das Ergebnis zwar unter den Vorjahren, aber weiterhin deutlich über dem langfristigen Durchschnitt.
Parallel baut das Institut seine Strukturen aus. Neue Einheiten für Heil- und Freiberufe sowie für Vereine und Stiftungen sollen die Beratung spezialisieren. Auch im Immobilienbereich setzt die Sparkasse künftig auf gebündelte Expertise, insbesondere bei Sanierung und Modernisierung.
Im Privatkundengeschäft investiert die Bank weiter in Service und Digitalisierung. Neben modernisierten Filialen und zusätzlichen Selbstbedienungsangeboten wurden unter anderem Video-Beratung und digitale Signaturen ausgebaut. Ein neues Team kümmert sich zudem um komplexe Themen wie Nachlässe und Erbfälle.
Deutlich gestiegen ist die sogenannte Bürgerdividende. Sie erreichte mit 86,4 Millionen Euro einen neuen Höchstwert. Darin enthalten sind unter anderem Spenden, Sponsoring sowie Steuerzahlungen. Allein für gemeinnützige Projekte stellte die Sparkasse rund 5,5 Millionen Euro bereit. Schulen in Düsseldorf und Monheim profitierten erneut von einer Sonderförderung.
Insgesamt zeigt sich die Stadtsparkasse Düsseldorf auch im Jubiläumsjahr stabil – mit Wachstum im Kundengeschäft, steigenden Investitionen in die Zukunft und einer weiterhin starken Rolle in der Region.


