
(v.l.) Oliver Wilmering, Norbert Fellerhoff, Ralf Malfertheiner und Konstanze Schmelter © LB / Olaf Oidtmann
Von Manfred Fammler
Endlich geht’s wieder los. Obwohl: Vor gefühlten zwei Wochen schloss der Weihnachtsmarkt, vor knapp einer Woche endete der Karneval – und jetzt beginnt die Osterzeit mit der Kirmes auf dem Staufenplatz?
Die Zeit jagt dahin – wie die Düsseldorfer Schausteller von Platz zu Platz, allerdings erst nach dem Auftakt im Schatten des Grafenberger Waldes. Schließlich bildet dieses Familienereignis den Startschuss der Kirmessaison in der Landeshauptstadt.
Wobei sich auf diesem Fest tatsächlich alles um die Familien dreht – auf der einen wie auf der anderen Seite der Theke.
Zuerst zu den Schaustellern: 50 Geschäfte haben die vorwiegend aus Düsseldorf stammenden Beschicker aufgebaut. Eines davon feiert auf dem Platz Premiere, nämlich das „Big Bamboo“. Das Laufgeschäft – im Grunde ein Wasserhindernisparcours im Südseestil – ist dabei ein Vorbote für einen hoffentlich regenfreien und sonnigen Aufenthalt zu Füßen von Ludenberg.
Andere Attraktionen sind ein wenig rasanter, wiederum einige gemütlicher – wie das Riesenrad oder das Kettenkarussell. Beide erreichen eine Höhe von jeweils 40 Metern und bieten eine gemächliche Aussicht. Andere wiederum bleiben auf dem Boden, wie Kinderkarussell oder der „Traumflug“. Drehen tun sich alle – wobei wieder das Thema aufkommt, worum es geht: nämlich um die Familien, diesmal aber vor der Chipstheke.
„Wir bieten familienfreundliche Preise“, weist Düsseldorfs Schaustellerchef Oliver Wilmering auf eine der wichtigsten Fragen hin. Natürlich geht der Preisschock an den Tankstellen nicht spurlos an den Kassen und Taschen der Schausteller vorbei, natürlich sind Strom und Nebenkosten gestiegen – trotzdem werden die Preise auf Vorjahresniveau gehalten.
Auch, weil Familien mit ihren Läden und Geschäften den Platz bestellen. „Würde nicht die ganze Familie arbeiten, könnten wir die Preise nicht halten“, schwört Wilmering auf den engen Zusammenhalt der Schausteller. So bleibt es beispielsweise bei vier Euro für eine Scooterfahrt oder beim Glas Altbier für 3,50 Euro.
Los geht’s am Karsamstag, 4. April: Ab 14 Uhr drehen sich die Karussells und öffnen die Geschäfte. Offiziell startet die Osterkirmes um 16 Uhr – mit Ansprachen, Kirmesrundgang und Fassanstich, unter anderem mit Bürgermeister Josef Hinkel – und endet wie jeden Tag um 22 Uhr.
Schluss ist am Sonntag, 12. April. Dann wird abgebaut, alles schnell verpackt und es geht weiter zum nächsten Platz, zur Frühjahrskirmes. Aber das ist eine andere Geschichte – denn auf dem Staufenplatz geht’s wieder los.


