Seit heute (1. April 2026) gesperrt für Lastenräder - Radweg auf der Theodor-Heuss-Brücker ©ADFC Düsseldorf - dieses Foto darf lizenzfrei im Rahmen dieser Pressemitteilung genutzt werden. Dieses Bild ist NICHT KI-generiert.

Seit heute (1. April 2026) gesperrt für Las­ten­rä­der — Rad­weg auf der Theo­dor-Heuss-Brü­cker © ADFC Düsseldorf

 

Daniela Gün­ther: „Las­ten­rä­der ver­ur­sa­chen keine Schä­den auf der Theodor-Heuss-Brücke“

Seit heute ist die Nut­zung der Theo­dor-Heuss-Brü­cke für Las­ten­rä­der strikt ver­bo­ten. Ohne jede Vor­war­nung hat die Stadt­ver­wal­tung Fak­ten geschaf­fen. „Wir sind sprach­los“, so Daniela Gün­ther, Vor­sit­zende des ADFC Düs­sel­dorf. „Wir trau­ten heute Mor­gen unse­ren Augen kaum, als wir die ers­ten Mel­dun­gen aus dem Düs­sel­dor­fer Nor­den erhielten.“

An den Zufahr­ten pran­gen bereits brand­neue Ver­bots­schil­der, die kei­nen Zwei­fel an der neuen Härte der Ver­kehrs­ver­wal­tung las­sen. Wäh­rend der moto­ri­sierte Indi­vi­du­al­ver­kehr wei­ter­hin unge­hin­dert über den Rhein rollt, wird das umwelt­freund­lichste Trans­port­mit­tel der Stadt ein­fach aus­ge­bremst, kri­ti­siert der Düs­sel­dor­fer Fahrradclub.

Der ADFC hält die Begrün­dung „Gefähr­li­che Schwin­gun­gen, ver­ur­sacht durch zwei- und drei­räd­rige Las­ten­rä­der“, für absurd. „Wir wis­sen aus gut infor­mier­ten Krei­sen im Rat­haus, dass die Stadt die ‚asym­me­tri­sche Gewichts­ver­tei­lung‘ von Las­ten­rä­dern für die Risse im Beton ver­ant­wort­lich macht. Es wird gemun­kelt, dass spe­zi­elle ‚Erschüt­te­rungs­sen­so­ren‘ an den Brü­cken­pfei­lern angeb­lich Alarm geschla­gen hät­ten, sobald eine Kiste Bio-Zuc­chini über die Deh­nungs­fu­gen trans­por­tiert wurde“, so der Fahrradclub.

„Statt inno­va­tiv den Güter­ver­kehr umwelt­freund­lich zu gestal­ten, ord­net die Stadt wie zu Kai­ser­zei­ten ein­fach ein Ver­bot an“, ärgert sich Daniela Gün­ther. „Hier wird das Trans­port­mit­tel Las­ten­rad ohne jede Prü­fung zum Sün­den­bock für die mas­si­ven Schä­den an der Brü­cken­sta­tik erklärt. Dabei lie­gen die wah­ren Ursa­chen doch glas­klar bei der jah­re­lang man­geln­den War­tung und dem über­bor­den­den Lkw-Verkehr!“

Der ADFC fragt: Wenn ein maxi­mal 250 kg schwe­res Las­ten­rad die Brü­cke zum Ein­sturz bringt, aber bis vor zwei Mona­ten 40-Ton­ner im Sekun­den­takt drü­ber rol­len durf­ten – wer hat hier eigent­lich die Sta­tik berechnet?

Was bedeu­tet das für den Las­ten­rad­ver­kehr? Wer heute vom links­rhei­ni­schen Nie­der­kas­sel oder Ober­kas­sel in die City will, muss weit­räu­mig aus­wei­chen. Die Stadt emp­fiehlt offi­zi­ell den Umweg über Köln, Duis­burg oder sogar Hol­land. Ein Trans­port des Las­ten­rads per Fähre wird nicht emp­foh­len, da Las­ten­rä­der als „Gefahr­gut­trans­port“ ein­ge­stuft werden.

„Wir las­sen uns das nicht gefal­len!“, empört sich Daniela Gün­ther. „Wir prü­fen bereits recht­li­che Schritte gegen die­sen Schild­bür­ger­streich. Wir for­dern: Freie Fahrt für freie Las­ten­rä­der! Es kann nicht sein, dass die Ver­kehrs­wende an einer Brü­cke schei­tert, die schein­bar nur noch für schwere SUVs sta­bil genug ist.“

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