
Peer Steinbrück bei Jonges © Lokalbüro
Von Gabriele Schreckenberg
In fünfzehn Minuten freier Redezeit hat Peer Steinbrück die Jonges im Saal „gehabt“.
Es geht um die Olympischen und Paralympischen Spiele in der Rhein-Ruhr-Region, die 2036 hier ausgetragen werden sollen.
Der ehemalige SPD-Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen war mit dem Zug nach Düsseldorf zum Jonges-Abend am 31. März angereist, um Bernhard Schwank, Abteilungsleiter Sport und Ehrenamt aus der NRW-Staatskanzlei und Mitglied in der Sportstiftung, zu unterstützen.
Sport weckt Emotionen
Dabei war es nicht schwer, für breite Zustimmung im Saal zu werben. Denn der kurze Imagefilm der Landeshauptstadt zeigte emotional und lautstark, welche Emotionen der Sport bei allen Menschen wecken kann.
So auch beim gebürtigen Hanseaten Steinbrück, Jahrgang 1947, dessen Herz für Sport schlägt, seitdem er 1956 die Olympischen Reiterspiele in Stockholm gesehen hatte, bei denen Hans-Günter Winkler im Springreiten die Goldmedaille holte.
„Wir können Olympia!“, rief Steinbrück von der Bühne aus in den Saal.
NRW sei Sportland Nummer 1, habe tolle Sportstätten und die größte Bühne dafür. In Köln sei das Olympische Dorf geplant, und Düsseldorf und die Region spielten mit ihrer kompakten Lage eine große Rolle. 160 Millionen Menschen bildeten die Fanbase; es gehe um 14 Millionen zu verkaufende Tickets. Die Rhein-Ruhr-Region habe die Strahlkraft.
Schwank und Steinbrück warfen sich die rhetorischen Bälle zu – es klang alles wie ein Kinderspiel.
„Am 19. April brauchen wir Ihre Zustimmung für die Rhein-Ruhr-Region“, appellierte Steinbrück mit Enthusiasmus. Hamburg und München haben sich ebenfalls um die Austragung beworben, doch: „Jetzt ist es seit 1971 wirklich an der Zeit, dass wir hier die Spiele ausrichten!“
„Strengt euch mal an!“, so sein Credo.
Tosender Beifall im Saal.
Gut für die Region
Olympische und paralympische Spiele stärkten die Region wirtschaftlich. Hotels, Restaurants und Geschäfte würden von den Besuchern profitieren. Man könne mit drei bis vier Millionen Gästen rechnen.
„Und das alles hilft gegen die Untergangsstimmung, die im Moment im Lande dominiert“, fügte Steinbrück hinzu. Er sei ins Gelingen verliebt und wolle, dass die Bayern bei der Abstimmung am 17. April ganz schön alt aussehen.
Der nur 15 Minuten dauernde Impulsvortrag war wie ein Weckruf.
Und dass Peer Steinbrück als Redner begeistern kann, haben die Zuhörer hautnah erlebt.


