„Screenshot aus einem Video von Gastroportal auf Facebook“

„Screen­shot aus einem Video von Gas­tro­por­tal auf Facebook“

Der Düs­sel­dor­fer Fisch­markt, einst ein fes­ter Bestand­teil der Rhein-Kul­tur und Publi­kums­ma­gnet für Genie­ßer, steht zuneh­mend in der Kri­tik. Beson­ders in sozia­len Netz­wer­ken wie Face­book häu­fen sich nega­tive Stim­men. Viele Besu­cher sehen in der Ver­an­stal­tung heute weni­ger einen klas­si­schen Markt – son­dern viel­mehr eine über­füllte Partyzone.

„Das hat mit dem Fischmarkt nichts mehr zu tun“

Ein häu­fig geäu­ßer­ter Vor­wurf: Der ursprüng­li­che Cha­rak­ter sei ver­lo­ren gegan­gen. Statt Fisch­händ­lern und Markt­stän­den domi­nier­ten inzwi­schen Street­food-Ange­bote und Getränkestände.

So schreibt ein lang­jäh­ri­ger Besucher:

„Mit dem dama­li­gen Fisch­markt im Hafen frü­her hat das nichts mehr zu tun. Völ­lig über­füllt und über­teu­ert. Fisch­händ­ler kannste suchen, wirst aber keine finden.“

Ein ande­rer Kom­men­tar bringt die Ent­täu­schung ähn­lich deut­lich zum Ausdruck:

„Das ist doch kein Fisch­markt. Dar­un­ter stelle ich mir etwas ande­res vor.“

Viele erin­nern sich dabei an frü­here Zei­ten, etwa am Medi­en­ha­fen, als das Ange­bot noch stär­ker auf Fisch und Markt­cha­rak­ter aus­ge­rich­tet war.

„Als der Fisch­markt vor etli­chen Jah­ren noch im Medi­en­ha­fen statt­fand, hat er mir gefal­len. Heute schon lange nicht mehr!“

Überfüllung und Einlassstopp sorgen für Frust

Ein zen­tra­ler Kri­tik­punkt ist die starke Über­fül­lung – beson­ders in den Nach­mit­tags­stun­den. Immer wie­der berich­ten Besu­cher davon, dass sie trotz Anreise kei­nen Zutritt mehr erhal­ten haben.

„Bla­ma­bel, dass Besu­cher um 15:00 kei­nen Zutritt mehr finden.“

Die Ein­lass­kon­trol­len sind Teil eines ver­schärf­ten Sicher­heits­kon­zepts, füh­ren jedoch bei vie­len Gäs­ten zu Unver­ständ­nis. Vor allem spon­tane Besu­cher füh­len sich dadurch ausgeschlossen.

Strenge Regeln und Partyfokus

Auch die Rege­lun­gen vor Ort sto­ßen auf Kri­tik. So ist es laut Besu­chern inzwi­schen unter­sagt, eigene Getränke – selbst kleine Was­ser­fla­schen – mitzubringen.

Par­al­lel dazu wird die Ver­an­stal­tung zuneh­mend als Party-Event wahr­ge­nom­men. Musik, Alko­hol und aus­ge­las­sene Stim­mung prä­gen das Bild.

Ein Face­book-Kom­men­tar beschreibt die Atmo­sphäre drastisch:

Nur noch das übli­che Street­food­ge­döns und ange­trun­kene Mut­tis und Vatis, die auf Ibi­za­sounds schwo­fen und schwanken.“

Ein ande­rer Nut­zer zieht dar­aus eine klare Konsequenz:

„Wenn Party gewünscht ist, dann bitte mit Ein­tritt und mehr Platz. Ansons­ten gern mal dem Motto ‚Fisch­markt‘ treu bleiben.“

Enttäuschung führt zu Konsequenzen

Die nega­tive Ent­wick­lung hat für einige Besu­cher bereits kon­krete Folgen.

„Ok, hat sich erle­digt. Dann wer­den die Ter­mine jetzt wie­der aus dem Kalen­der gelöscht.“

Auch poten­zi­elle Erst­be­su­cher zei­gen sich abgeschreckt:

„Bin noch nie da gewe­sen. Den Fotos nach ist es ein­fach viel zu voll.“

Fazit: Identitätskrise des Traditionsformats

Der Düs­sel­dor­fer Fisch­markt steht offen­bar an einem Wen­de­punkt. Wäh­rend die Ver­an­stal­tung wei­ter­hin viele Men­schen anzieht, wächst gleich­zei­tig die Kri­tik an Orga­ni­sa­tion, Kon­zept und Atmosphäre.

Die Stim­men aus den sozia­len Medien zeich­nen ein kla­res Bild:
Viele Besu­cher wün­schen sich eine Rück­be­sin­nung auf das ursprüng­li­che Markt­ge­fühl – weni­ger Event, mehr Fischmarkt.

Ein Video vom Fisch­markt gibt es auf der Seite von Gas­tro­por­tal