Das Gehege der Brillenpinguine im Aquazoo wird einmal im Jahr komplett gereinigt. © Aquazoo Löbbecke Museum

Das Gehege der Bril­len­pin­guine im Aqua­zoo wird ein­mal im Jahr kom­plett gerei­nigt. © Aqua­zoo Löbb­ecke Museum

 

Im Aqua­zoo Löbb­ecke Museum steht der jähr­li­che Früh­jahrs­putz an: Ab Mon­tag, 20. April, wird das Außen­ge­hege der Bril­len­pin­guine umfas­send gerei­nigt. Dafür las­sen die Tier­pfle­ger das Was­ser voll­stän­dig ab, um die groß­flä­chi­gen Kunst­fel­sen sowie die Unter­was­ser­schei­ben gründ­lich zu säu­bern und von Algen zu befreien. Auch der Boden­grund wird bei die­ser Gele­gen­heit inten­siv gereinigt.

Für Besu­cher bedeu­tet das vor­über­ge­hend Ein­schrän­kun­gen: Die Pin­guine sind wäh­rend der Arbei­ten nicht im Außen­ge­hege zu sehen. Die zwölf Tiere zie­hen für einige Tage in das Innen­ge­hege um. Nach aktu­el­lem Stand sol­len sie ab Mitt­woch, 29. April, wie­der in ihrer Außen­an­lage beob­ach­tet wer­den können.

Bei den Bewoh­nern han­delt es sich um Bril­len­pin­guine (Sphe­nis­cus demer­sus), deren natür­li­cher Lebens­raum an den Küs­ten des süd­li­chen Afri­kas liegt, etwa in Angola, Nami­bia, Süd­afrika und Mosam­bik. Die Art ist stark bedroht. In den ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehn­ten ist der Bestand in freier Wild­bahn um rund 80 Pro­zent zurück­ge­gan­gen. Schät­zun­gen zufolge gibt es heute weni­ger als 10.000 Brut­paare. Haupt­ur­sa­chen sind die indus­tri­elle Fische­rei sowie die zuneh­mende Bebau­ung der Küstenregionen.

Der Aqua­zoo enga­giert sich im Rah­men eines inter­na­tio­na­len Zucht­pro­gramms aktiv für den Erhalt der Art. Zusätz­lich unter­stützt die Ein­rich­tung über den soge­nann­ten Arten­schut­z­euro die Sou­thern Afri­can Foun­da­tion for the Con­ser­va­tion of Coas­tal Birds. Die Orga­ni­sa­tion betreibt in Süd­afrika eine wich­tige Auf­zucht- und Pfle­ge­sta­tion für Pin­guine und andere See­vö­gel und leis­tet damit einen zen­tra­len Bei­trag zum Schutz der gefähr­de­ten Tiere.

Werbung

Wer­bung bitte anklicken !