Ina Karr und Evan Rogister © Susanne Diesner

Ina Karr und Evan Rogis­ter © Susanne Diesner

 

Der deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Diri­gent Evan Rogis­ter über­nimmt ab der Spiel­zeit 2027/28 den Pos­ten des Gene­ral­mu­sik­di­rek­tors an der Deut­schen Oper am Rhein. Das hat der Auf­sichts­rat des Hau­ses in sei­ner jüngs­ten Sit­zung bestä­tigt. Rogis­ter tritt die Posi­tion zeit­gleich mit der neuen Gene­ral­inten­dan­tin Ina Karr an, die das Haus künf­tig lei­ten wird.

Der 46-jäh­rige Rogis­ter gilt als einer der viel­sei­tigs­ten Opern­di­ri­gen­ten sei­ner Gene­ra­tion. Er hat an bedeu­ten­den Häu­sern wie der Metro­po­li­tan Opera New York, dem Opern­haus Zürich, der Sem­per­oper Dres­den und der Deut­schen Oper Ber­lin gear­bei­tet, dazu bei renom­mier­ten Fes­ti­vals wie dem Glyn­de­bourne Fes­ti­val und dem Fes­ti­val d’Aix-en-Pro­vence. Von 2018 bis 2025 war er Chef­di­ri­gent der Washing­ton Natio­nal Opera. An der Deut­schen Oper am Rhein über­nimmt er den Pos­ten zunächst für fünf Jahre.

Ina Karr, desi­gnierte Gene­ral­inten­dan­tin, betonte bei der Vor­stel­lung die breite musi­ka­li­sche Auf­stel­lung des neuen Chef­di­ri­gen­ten: „Mit Evan Rogis­ter gewin­nen wir einen exzel­len­ten, inter­na­tio­nal erfah­re­nen Opern­di­ri­gen­ten, der ein aus­ser­ge­wöhn­lich brei­tes Reper­toire mit­bringt – von Mozart bis hin zur zeit­ge­nös­si­schen Musik.” Beson­ders hob sie seine Wag­ner- und Strauss-Exper­tise her­vor, die gut zum viel­fäl­ti­gen Spiel­plan des Hau­ses passe. Karr legte auch Wert auf die mensch­li­che Kom­po­nente: Rogis­ter sei inspi­rie­rend in Pro­ben und Vor­stel­lun­gen, kom­mu­ni­ka­tiv und offen im gemein­sa­men künst­le­ri­schen Den­ken. Beide tei­len zudem das Inter­esse daran, Musik­thea­ter für junge Men­schen wei­ter­zu­den­ken und neue Zugänge für ein brei­te­res Publi­kum zu schaffen.

Rogis­ter selbst äus­serte sich begeis­tert über seine neue Wir­kungs­stätte. „Die Deut­sche Oper am Rhein ist ein Leucht­turm mit aus­ser­ge­wöhn­li­cher Strahl­kraft, enor­mer künst­le­ri­scher Viel­falt und star­ker regio­na­ler Ver­an­ke­rung”, sagte er. Beson­ders hob er die lang­jäh­rige Thea­ter­part­ner­schaft zwi­schen Düs­sel­dorf und Duis­burg her­vor, die er aus inter­na­tio­na­ler Per­spek­tive als Modell­bei­spiel für gelin­gende Zusam­men­ar­beit bezeich­nete. Auf die Arbeit mit den Düs­sel­dor­fer Sym­pho­ni­kern und den Duis­bur­ger Phil­har­mo­ni­kern freue er sich ausdrücklich.

Sein Wer­de­gang ist dabei so aus­ser­ge­wöhn­lich wie sein Reper­toire: Eine deut­sche Gross­mutter, selbst Sän­ge­rin, legte den musi­ka­li­schen Grund­stein. Es folg­ten die Aus­bil­dung an der renom­mier­ten Juil­li­ard School in New York und Jahre als Kapell­meis­ter an der Deut­schen Oper Ber­lin. „Ich bin eine Melange: Deut­scher und Ame­ri­ka­ner, Diri­gent und Fuss­ball­fan, Wag­ner und Weill, Washing­ton und Ber­lin – und künf­tig Düs­sel­dorf und Duis­burg”, beschreibt er sich selbst.

Düs­sel­dorfs Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler, der dem Auf­sichts­rat vor­sitzt, begrüsste die Ernen­nung als kul­tu­rel­len Impuls für die Region. Auch sein Duis­bur­ger Amts­kol­lege Sören Link zeigte sich zufrie­den und ver­wies auf Rogi­sters grosse Ver­traut­heit mit dem inter­na­tio­na­len Opern­be­trieb als Gewinn für das Haus.

Die Deut­sche Oper am Rhein bespielt als gemein­same Ein­rich­tung der Städte Düs­sel­dorf und Duis­burg beide Städte mit einem der gröss­ten Ensem­bles in Deutschland.

 

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