Das Open Air Gelände von der Bühne aus gesehen © Lokalbüro

Das Open Air Gelände von der Bühne aus gese­hen © Lokalbüro

 

Von Gabriele Schreckenberg

Am 15. Sep­tem­ber tagt die Bezirks­ver­tre­tung 05 im Kai­sers­wert­her Rat­haus. Dann soll, so kün­digt CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Domi­nik Dim­mend­aal an, der Geschäfts­füh­rer von D.LIVE, Michael Brill, ein­ge­la­den wer­den. Thema sind Licht und Schat­ten bei der Bewäh­rungs­probe der neuen Event­flä­che sowie not­wen­dige Nachbesserungen.

Sys­tem of a Down zeigte Schwä­chen auf

Am Frei­tag, 10. Juli, spielte die Band Sys­tem of a Down im Open-Air-Park in Sto­ckum. Die Ver­an­stal­tungs­flä­che befin­det sich auf dem Mes­se­park­platz P1, Ver­an­stal­ter ist D.LIVE. Die Stim­mung wurde viel­fach gelobt. Das sehr gut besuchte Kon­zert machte jedoch auch Schwach­stel­len deut­lich. Rund 80.000 Besu­cher kamen in den Open-Air-Park.

Was lief gut – und was nicht?

„Der Lärm­schutz hat gut funk­tio­niert. Ich bin an dem Abend selbst um den Platz her­um­ge­joggt und habe auf der hin­te­ren Seite zum Rhein hin kaum etwas gehört. Dort saßen einige Leute ganz ent­spannt beim Pick­nick“, berich­tet Domi­nik Dimmendaal.

Kri­tik gibt es hin­ge­gen an der Absper­rung der Wohn­ge­biete in der Blu­men- und Dich­ter­sied­lung. Diese sei nicht kon­se­quent genug umge­setzt wor­den. Dadurch konn­ten immer wie­der orts­fremde Auto­fah­rer in den Wohn­ge­bie­ten par­ken. Gar nicht funk­tio­niert habe dage­gen das Verkehrskonzept.

Ohne funk­tio­nie­ren­des Verkehrskonzept

Wie soll der Ver­kehr bei einer Ver­an­stal­tung mit 80.000 Besu­chern funk­tio­nie­ren, wenn es prak­tisch kein funk­tio­nie­ren­des Kon­zept gibt? Die Ant­wort lie­ferte der 10. Juli: nur unzureichend.

Kilo­me­ter­lange Staus bil­de­ten sich vor den Tun­neln. Fahr­zeuge stan­den teil­weise lange Zeit, ohne auch nur einen Meter vor­an­zu­kom­men. Auf den Zufahrts­stra­ßen rund um den Open-Air-Park sowie in der Innen­stadt kam der Ver­kehr nahezu voll­stän­dig zum Erlie­gen. Hinzu kam ein Unfall bei der Rhein­bahn, der die Situa­tion zusätz­lich verschärfte.

Fazit

Das Fazit fällt aus Sicht der Kri­ti­ker ein­deu­tig aus: Ver­an­stal­tun­gen mit rund 55.000 Besu­chern kann die Stadt bewäl­ti­gen, bei 80.000 Besu­chern stößt das Sys­tem offen­bar an seine Gren­zen. Mög­li­cher­weise könnte eine Begren­zung der Besu­cher­zahl hel­fen. Außer­dem sollte sicher­ge­stellt wer­den, dass Auto­fah­rer mit gül­ti­gen Park­aus­wei­sen nicht an der Zufahrt abge­wie­sen und wie­der zurück­ge­schickt wer­den müs­sen. Auch das ver­schärfte die Ver­kehrs­lage zusätzlich.