Grand Meeting am Rittergut Birkhof © LB / Olaf Oidtmann

Grand Mee­ting am Rit­ter­gut Birk­hof © LB / Olaf Oidtmann

 

Der Count­down läuft: In etwas mehr als zwei Wochen, vom 31. Juli bis 2. August, öff­net das Grand Mee­ting zum 20. Mal seine Tore auf dem Rit­ter­gut Birk­hof in Kor­schen­broich bei Düs­sel­dorf. Zum run­den Jubi­läum haben die Ver­an­stal­ter noch ein­mal nach­ge­legt – mit zwei auto­mo­bi­len Aus­nah­me­erschei­nun­gen, einem spek­ta­ku­lä­ren Off­road-Par­cours und erwei­ter­ten Flä­chen für Oldtimer.

Ein beson­de­rer Gast auf der Rund­stre­cke der Racing Legends ist der Lan­cia 037 aus dem Jahr 1983 – der letzte Ral­lye-Welt­meis­ter mit Hin­ter­rad­an­trieb und einer der begehr­tes­ten Klas­si­ker sei­ner Zunft über­haupt. Der Wagen trägt eine bewegte Geschichte: Als offi­zi­el­les Fahr­zeug des Char­don­net-Werks­teams, benannt nach dem renom­mier­ten fran­zö­si­schen Lan­cia-Impor­teur André Char­don­net, stand er einst im Umfeld von Jean-Claude Andruet, zwei­fa­cher fran­zö­si­scher Ral­lye-Meis­ter, Euro­pa­meis­ter von 1970 und Sie­ger der Ral­lye Monte Carlo 1973. Mit der Chas­sis­num­mer ZLA151AR0 00000109 ver­ließ das Fahr­zeug am 29. Juli 1983 das Lan­cia-Werk und ist im offi­zi­el­len 037-Regis­ter als Test­wa­gen Andruets ver­zeich­net. Bis heute trägt es seine ori­gi­nale Renn­la­ckie­rung in Blau-Weiß mit den Logos der dama­li­gen Spon­so­ren Pio­neer und Total.

Noch mehr Pro­mi­nenz erhält der Wagen durch eine beson­dere Epi­sode: Im Rah­men der AVD Histo Monte 2026 fuhr Wal­ter Röhrl, mehr­fa­cher Ral­lye-Welt­meis­ter und eine der größ­ten Iko­nen des Motor­sports, den Lan­cia per­sön­lich auf der legen­dä­ren Schluss­etappe von Monte Carlo nach Can­nes – inklu­sive des berühm­ten Col de Turini. Röhrls Ori­gi­nal­un­ter­schrift ist bis heute auf dem Fahr­zeug zu finden.

Für eine echte Welt­pre­miere sorgt ein wei­te­res Uni­kat: der Por­sche 356 Split­win­dow Coupé Lang­heck Car­rera aus dem Jahr 1951. Der Strom­li­nien-Por­sche zählt zu den frü­hes­ten und bedeut­sams­ten Rekord­wa­gen aus der Früh­ge­schichte der Marke aus Zuffen­hau­sen. Seine unge­wöhn­li­che Karos­se­rie erhielt er, weil er einst einen Auto­bahn-Rekord auf einer der damals neuen, schnel­len Ver­kehr­stras­sen im Rhein­land auf­stel­len sollte. Beim Grand Mee­ting wird er erst­mals der Presse und der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert – ein auf­wen­di­ges Restau­rie­rungs­pro­jekt, das von Inge­nieurs­kunst und Inno­va­ti­ons­freude aus den jun­gen Jah­ren der Marke zeugt. Auch die Fach­zeit­schrift Motor Klas­sik stellt den Wagen ihren Lesern in der aktu­el­len Aus­gabe mit Ver­weis auf das Grand Mee­ting vor.

Für zusätz­li­che Aben­teu­er­stim­mung sorgt der Off­road-Par­cours „Grand Desert”, der bereits voll­stän­dig aus­ge­bucht ist. Die Stre­cke wurde in der ver­gan­ge­nen Woche mit Land Rovern, Ineos Gre­na­dier und Toyota Busch­taxi erfolg­reich getes­tet. Mit von der Par­tie ist der Camel Tro­phy Club Deutsch­land, der mit min­des­tens acht Fahr­zeu­gen anreist, dar­un­ter ein Land Rover Camel Tro­phy Dis­co­very und ein Land Rover Camel Tro­phy 110 – Legen­den des här­tes­ten Gelän­de­wa­gen-Aben­teu­ers der Welt. Hinzu kom­men ein Hum­vee H1, der legen­däre Dakar-Mer­ce­des G280 von Jacky Ickx, Toyota Land­crui­ser sowie ori­gi­nale Busch­ta­xis. Kom­plet­tiert wird das Bild durch schwere Expe­di­ti­ons­fahr­zeuge wie IVECO Magi­rus, Han­o­mag und einen MAN-Expe­di­ti­ons­truck, die von Fahr­ten rund um den Glo­bus erzählen.

Mit die­sen Attrak­tio­nen erwei­tert der „Grand Desert” das Jubi­lä­ums­fes­ti­val um eine ganz eigene, aben­teu­er­li­che Dimension.