
Das Waldbrand-TLF aus Düsseldorf kurz vor der Abfahrt nach Bonn. © Feuerwehr Düsseldorf
Kräfte der Feuerwehr Düsseldorf sind am Donnerstagmorgen nach Nordwestspanien aufgebrochen, um dort bei der Bekämpfung von Waldbränden zu helfen. Die Einsatzkräfte gehören zur Facheinheit Wald- und Vegetationsbrand und sind Teil des ersten deutschen Einsatzteams zur Waldbrandbekämpfung, das unter der Bezeichnung GFFF‑V DE1 geführt wird. Neben Düsseldorf beteiligen sich auch die Feuerwehren aus Bonn, Leverkusen, Ratingen und Königswinter an dem internationalen Einsatz.
Hintergrund ist ein Hilfeersuchen, das die spanischen Behörden am Mittwochabend angesichts der angespannten Lage über die Europäische Union gestellt hatten. Deutschland bot daraufhin das Waldbrandmodul an, das Nordrhein-Westfalen im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus gemeldet hat. Das Land NRW stellte die Einheit anschließend zur Verfügung.
Für das seit 2019 gemeldete Modul ist es bereits der fünfte Einsatz. Zuvor war die Einheit 2021 am Peloponnes in Griechenland sowie 2022 im Großraum Bordeaux in Frankreich im Einsatz. Nach einer mehrtägigen Übung in Portugal wurde das Modul im Mai 2023 offiziell von der EU zertifiziert. 2025 folgte ein Einsatz in Spanien, in diesem Jahr war die Einheit bereits in den Niederlanden im Einsatz.
Die Feuerwehr Düsseldorf stellt für den aktuellen Einsatz zwei Fahrzeuge und fünf ehrenamtliche Einsatzkräfte. Das gesamte Team trifft sich am Morgen in Bonn und bricht von dort gemeinsam im Konvoi nach Spanien auf. Das Eintreffen in der Provinz Zamora in Nordwestspanien wird voraussichtlich für Samstag erwartet. Welcher konkrete Einsatzauftrag die Kräfte dort erwartet, soll sich erst kurz vor Ankunft klären.