Im August 2026 konnte die neue PV-Anlage mit 666 Modulen und 306 Kilowattpeak auf den Dächern des Technisches Rathauses, Brinckmannstraße 5, in Betrieb genommen werden. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Gebäudemanagement

Im August 2026 konnte die neue PV-Anlage mit 666 Modu­len und 306 Kilo­watt­peak auf den Dächern des Tech­ni­sches Rat­hau­ses, Brinck­mann­straße 5, in Betrieb genom­men wer­den. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Amt für Gebäudemanagement

 

Auf den Dächern des Tech­ni­schen Rat­hau­ses an der Brinck­mann­straße 5 in Düs­sel­dorf-Bilk erzeugt seit August eine neue Pho­to­vol­ta­ik­an­lage Strom für den städ­ti­schen Bedarf. Mit 666 Solar­mo­du­len und einer Gesamt­leis­tung von rund 306 Kilo­watt­peak zählt sie zu den grö­ße­ren PV-Anla­gen auf einem öffent­li­chen Gebäude in der Lan­des­haupt­stadt. Die Inbe­trieb­nahme ver­lief nach Anga­ben der Stadt rei­bungs­los, bereits in der ers­ten Woche zeigte die Anlage ihre Leistungsfähigkeit.

Bis zu ein Drit­tel des Strom­be­darfs gedeckt
An son­ni­gen Tagen deckte die Anlage in ihrer Anfangs­phase bereits bis zu 34 Pro­zent des Strom­be­darfs im Tech­ni­schen Rat­haus. Der Solar­strom wird größ­ten­teils direkt vor Ort ver­braucht, wodurch sich der Bezug aus dem öffent­li­chen Netz spür­bar ver­rin­gert. Für die Ver­wal­tung bedeu­tet das weni­ger Abhän­gig­keit von schwan­ken­den Strom­prei­sen und einen kon­kre­ten Bei­trag zur städ­ti­schen Klimabilanz.

Teil der Düs­sel­dor­fer Solaroffensive
Die Anlage reiht sich in die Düs­sel­dor­fer Solar­of­fen­sive ein, mit der die Stadt den Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien auf eige­nen Lie­gen­schaf­ten vor­an­treibt. Ziel ist es, geeig­nete Dach­flä­chen städ­ti­scher Gebäude kon­se­quent für die Solar­strom­erzeu­gung zu nut­zen, statt sie unge­nutzt zu las­sen. Das Tech­ni­sche Rat­haus ist damit ein wei­te­rer Bau­stein in einem Vor­ha­ben, das in den kom­men­den Jah­ren noch an wei­te­ren Stand­or­ten sicht­bar wer­den dürfte.

Stadt­käm­me­rin sieht Zei­chen für Klimaschutz
Stadt­käm­me­rin Doro­thée Schnei­der wer­tet das Pro­jekt als sicht­ba­res Signal für Kli­ma­schutz und eine zukunfts­fä­hige Ener­gie­ver­sor­gung der Stadt. Vor­han­dene Dach­flä­chen wür­den genutzt, um erneu­er­ba­ren Strom dort zu erzeu­gen, wo er tat­säch­lich gebraucht werde. Nach Ein­schät­zung der Käm­me­rin las­sen sich dadurch jähr­lich rund 130 Ton­nen CO₂ ein­spa­ren, wäh­rend gleich­zei­tig die Ener­gie­kos­ten um rund 70.000 Euro pro Jahr sinken.

Inves­ti­tion amor­ti­siert sich in rund drei Jahren
Für den Bau der Anlage hat die Stadt rund 570.000 Euro inves­tiert. Rund 350.000 Euro davon stam­men aus För­der­mit­teln, sodass für die Lan­des­haupt­stadt ein Eigen­an­teil von etwa 220.000 Euro ver­bleibt. Ange­sichts der jähr­li­chen Ein­spa­run­gen rech­net sich die­ser städ­ti­sche Anteil bereits nach rund drei Jah­ren – ein Zeit­raum, der die Wirt­schaft­lich­keit des Pro­jekts unterstreicht.

Mit der neuen Anlage ver­bin­det die Stadt öko­lo­gi­sche und wirt­schaft­li­che Inter­es­sen: Weni­ger CO₂-Aus­stoß trifft auf spür­bare Ein­spa­run­gen im städ­ti­schen Haus­halt. Für Düs­sel­dorf ist das Tech­ni­sche Rat­haus damit ein wei­te­res Bei­spiel dafür, wie sich Kli­ma­schutz an öffent­li­chen Gebäu­den kon­kret umset­zen lässt.