
Mitten in der Altstadt verbindet ein ehemaliges Franziskanerkloster Geschichte und Gegenwart auf besondere Weise: Das Maxhaus an der Schulstraße feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen als Katholisches Stadthaus. Aus diesem Anlass lädt die Einrichtung am Samstag, 26. September 2026, von 11 bis 16 Uhr zu einem großen Aktionstag unter dem Motto „Mehr als willkommen” ein. Der Eintritt ist frei.
Ein Nachmittag zum Mitfeiern
Besucher können das Haus an diesem Tag neu kennenlernen oder wiederentdecken. Geplant sind Livemusik, verschiedene Mitmachaktionen sowie kleinere Überraschungen für Jung und Alt. Auch für Gespräche und Begegnungen soll ausreichend Raum bleiben – schließlich steht genau dieser Gedanke im Zentrum dessen, wofür das Maxhaus seit zwei Jahrzehnten steht. Wer möchte, kann bei der Gelegenheit auch die besonderen Räumlichkeiten des Hauses erkunden und gemeinsam mit anderen Gästen auf 20 Jahre Maxhaus anstoßen.
Eine Geschichte, die weit zurückreicht
Das Gebäude selbst blickt auf eine deutlich längere Vergangenheit zurück als nur zwei Jahrzehnte. Bereits im Jahr 1661 ließen sich Franziskaner auf dem heutigen Grundstück nieder und errichteten dort ein Kloster, das sich im Laufe der Zeit zu einem bedeutenden Ort für Bildung, Seelsorge, Armenfürsorge und Krankenpflege entwickelte. Nach der Säkularisation im frühen 19. Jahrhundert diente das frühere Kloster unter anderem als Schule. Zwischen 1804 und 1814 drückte dort sogar Heinrich Heine die Schulbank, als er Grundschule und Lyzeum besuchte. Bis heute erhalten geblieben ist der Antoniussaal mit seiner prunkvollen barocken Stuckdecke, der einst als Refektorium – also als Speisesaal der Franziskanermönche – diente.
Vom Kloster zum modernen Stadthaus
Ende der 1990er-Jahre reiften schließlich die Pläne, aus dem historischen Gemäuer ein modernes katholisches Stadthaus zu machen. Bei den Umbauarbeiten stießen die Verantwortlichen auf zahlreiche archäologische Spuren aus vergangenen Jahrhunderten, darunter alte Grundmauern und Gebeine von Franziskanern, die einst auf dem Klostergelände bestattet worden waren. Am 22. September 2006 wurde das neu gestaltete Maxhaus feierlich von Kardinal Joachim Meisner eingeweiht – der Startschuss für ein neues Kapitel in der langen Geschichte des Gebäudes.
Offener Treffpunkt im Herzen der Stadt
Seitdem hat sich das Maxhaus zu einem lebendigen Kultur- und Begegnungsort in der Düsseldorfer Altstadt entwickelt. Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Vorträge, spirituelle Angebote und Diskussionsrunden bringen Kirche, Kultur und gesellschaftliche Themen regelmäßig miteinander ins Gespräch. Für diese Vielfalt bietet das historische Gebäude mit seinem Kreuzgang, dem überdachten Klosterhof und dem Antoniussaal einen außergewöhnlichen Rahmen. Wer im Klosterhof eine Pause einlegen möchte, findet dort zudem das Bistro-Café, das zum Verweilen einlädt.
Ein Motto mit Programm
„Mehr als willkommen” – dieser Claim bringt auf den Punkt, wofür das Maxhaus heute steht: für Gastfreundschaft, Offenheit und einen Ort, an dem Besucher mehr finden als nur eine Veranstaltung, ein Konzert oder ein Mittagessen. Begegnung, Austausch, Kultur, Inspiration oder auch einfach eine kleine Auszeit mitten in der Stadt – all das ist hier möglich. Zum 20. Geburtstag öffnet das Maxhaus seine Türen deshalb ganz besonders weit und lädt alle Düsseldorfer dazu ein, dieses „Mehr” selbst zu entdecken.
Veranstaltungstitel: 20 Jahre „Mehr als willkommen” – Das Maxhaus feiert Geburtstag
Ort: Maxhaus – Katholisches Stadthaus, Schulstr. 11, Düsseldorf
Termin: Samstag, 26.09.2026, 11 bis 16 Uhr
Eintritt: frei