Düsseldorfer geben viele Hinweise für bessere Bus- und Bahnverbindungen

Symbolbild Liniennetz in Düsseldorf
Die erste große Beteiligungsphase zum neuen Düsseldorfer Nahverkehrsplan ist abgeschlossen, und die Resonanz fiel deutlich aus. Bei der Online-Beteiligung zwischen dem 7. September und dem 5. Oktober gingen 1.474 Beiträge ein, darunter rund 800 Kommentare und knapp 7.000 Bewertungen. Hinzu kommen 130 Zuschriften und Kommentare, die per E‑Mail und über die Sozialen Medien eingingen. Bei den Terminen der Roadshow in den zehn Stadtbezirken wurden zudem rund 1.500 Hinweise festgehalten.
Verbindungen, Zuverlässigkeit und Barrierefreiheit im Fokus
Im Kern wünschen sich die Teilnehmer bessere Verbindungen und Anschlüsse, zuverlässigere Busse und Bahnen sowie barrierefreie Haltestellen. Marcus Beyer, Dezernent für Mobilität und Infrastruktur, zeigte sich erfreut über das Engagement: „Die große Resonanz zeigt, wie wichtig den Menschen in Düsseldorf ein gut funktionierender Nahverkehr ist.” Die Bürger wüssten aus ihrem Alltag am besten, wo es gut laufe und wo Optimierungsbedarf bestehe. Er bedankte sich ausdrücklich für die Beteiligung.
Holger Odenthal, kommissarischer Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, kündigte an, dass die Rückmeldungen aus Roadshow und Online-Beteiligung nun ausgewertet werden. Gemeinsam mit den fachlichen Untersuchungen flössen sie in die weitere Planung ein und halfen dabei, Ziele und Handlungsfelder für die künftige Entwicklung des Düsseldorfer Nahverkehrs zu schärfen.
Digitaler Dialog für Pendler am 4. November
Wer sich noch einbringen möchte, hat dazu am Mittwoch, 4. November, von 17 bis 19 Uhr Gelegenheit. Der digitale Dialog findet über Webex statt und richtet sich nicht zuletzt an Menschen aus der Region sowie an Pendler, die sich unabhängig von Ort und Anwesenheit in der Landeshauptstadt beteiligen wollen. Den Teilnahmelink veröffentlicht die Stadt rechtzeitig auf der Projektwebseite www.duesseldorf.de/nvp. Dort gibt es auch weiterführende Informationen zum Nahverkehrsplan.
Mehrjähriger Planungsprozess bis 2028
Als Aufgabenträgerin für den öffentlichen Personennahverkehr ist die Stadt gesetzlich verpflichtet, einen Nahverkehrsplan aufzustellen und regelmäßig fortzuschreiben. Die Neuaufstellung begann im März 2026 und ist als mehrjähriger Prozess bis voraussichtlich 2028 angelegt. In der aktuellen ersten Phase steht eine umfassende Bestandsaufnahme im Mittelpunkt. Untersucht wird, wie der Nahverkehr heute funktioniert und wo etwa bei Angebot, Erreichbarkeit, Verknüpfung und Bedienungsqualität Handlungsbedarf bestehen könnte.
Im nächsten Schritt leitet die Stadt aus den Rückmeldungen und den fachlichen Untersuchungen Ziele und Handlungsfelder ab. Anschließend sollen Projekte zur Optimierung erarbeitet und geprüft werden. Neben den Menschen vor Ort werden auch politische Gremien, Verkehrsunternehmen, Verbände, Nachbaraufgabenträger und weitere Interessengruppen in den Planungsprozess eingebunden.