Seit rund einer Woche laufen die Pflegearbeiten an den Platanen entlang des denkmalgeschützten Stadtgrabens an der Königsallee. Die ausladenden Kronen der insgesamt 88 Bäume werden derzeit behutsam zurückgeschnitten, um ein geschlossenes Blätterdach über dem Wasser zu vermeiden. Ziel ist es, den Blick zum Himmel freizuhalten und dessen Spiegelung im Wasser weiterhin sichtbar zu machen. Der sogenannte „Himmelsstrich“ wird turnusgemäß etwa alle vier bis fünf Jahre durchgeführt.
Die Arbeiten erfolgen überwiegend mit Hubwagen. Ergänzend kommt bei einzelnen Bäumen Seilklettertechnik zum Einsatz. Verwendet werden vor allem geräuscharme Werkzeuge wie Astscheren und Handsägen. Platanen gelten als schnittverträglich, da sie kleinere Schnittwunden in der Regel zügig abschotten können.
Gearbeitet wird abschnittsweise: Vom Graf-Adolf-Platz aus hat das Team zunächst die Ostseite des Grabens in nördlicher Richtung in Angriff genommen, anschließend folgt die Westseite in Gegenrichtung. Insgesamt ist eine Dauer von rund zwei Wochen vorgesehen. Bei starkem Frost können die Maßnahmen aus Gründen des Baumschutzes vorübergehend unterbrochen werden. Auswirkungen auf das Karnevalsgeschehen werden nicht erwartet.
Der „Himmelsstrich“ ist ein gestalterisches Element der Gartenkunst, das bis in die Barockzeit zurückreicht. Durch den präzisen Zuschnitt der Kronen beider Baumreihen bleibt die Sichtachse entlang des Kö-Grabens erhalten, ebenso die gezielte Lichtführung auf Wasserfläche und Böschungen.




