
Symbolbild Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller © Lokalbüro
Wirtschaftsdelegation unter Leitung von Oberbürgermeister Keller reist nach Delhi und Bengaluru
Düsseldorf baut seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Indien weiter aus. An diesem Mittwoch, 28. Januar 2026, reist eine Wirtschaftsdelegation der Landeshauptstadt unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller nach Delhi und Bengaluru. Die siebentägige Reise steht im Zeichen des Netzwerkaufbaus, von Unternehmensbesuchen und des Austauschs zu Zukunftsthemen. Zugleich ist es die erste offizielle Auslandsreise des neu gegründeten Indien-Kompetenzzentrums Düsseldorf (IKD).
Die Reise fällt in einen besonderen politischen Moment: Erst einen Tag zuvor haben sich Indien und die Europäische Union auf ein Freihandelsabkommen verständigt. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für Handel, Investitionen und technologische Kooperationen. Aus Sicht der Stadt ist der Zeitpunkt günstig, um die deutsch-indische Zusammenarbeit auch auf kommunaler Ebene zu vertiefen.
Angeführt wird die Delegation neben dem Oberbürgermeister von Andreas Schmitz, Präsident der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf, sowie Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. Begleitet werden sie unter anderem vom Wirtschaftsdezernenten, dem Leiter des IKD und Vertretern der städtischen Wirtschaftsförderung. Im Mittelpunkt der Reise stehen der Ausbau belastbarer Netzwerke, die Pflege bestehender Unternehmensbeziehungen sowie Gespräche zu Digitalisierung, nachhaltiger Stadtentwicklung, Gesundheitswirtschaft und Fachkräftegewinnung.
Medizintechnik und Start-ups in Delhi
In Delhi nimmt die Delegation an der Eröffnung der Medical Fair India 2026 teil. Die Messe gilt als wichtigste Plattform der indischen Medizintechnikbranche und ist eng mit der Düsseldorfer Leitmesse MEDICA verbunden. Damit unterstreicht die Stadt ihre Rolle als internationaler Messestandort und als Bindeglied zwischen den Gesundheitsmärkten.
Weitere Programmpunkte in der Hauptstadt sind ein Networking-Event des Indien-Kompetenzzentrums, das indische Unternehmen, Start-ups und institutionelle Partner mit dem Wirtschaftsstandort Düsseldorf zusammenbringen soll, sowie Unternehmensbesuche in den Bereichen Digitalisierung und Textilverarbeitung. Ein Start-up-Wettbewerb ergänzt das Programm.
Innovationsstandort Bengaluru
Zweite Station der Reise ist Bengaluru, einer der wichtigsten Technologie- und Innovationsstandorte Indiens. Dort besucht die Delegation unter anderem den ICT Summit mit dem Schwerpunkt „Sustainable Cities“, ein technisches Berufskolleg sowie mehrere Start-up-Formate. Auch hier stehen Unternehmensbesuche auf dem Programm. Die Stationen sollen die enge Verzahnung zwischen indischer Innovationskraft und Düsseldorfer Unternehmenszentralen verdeutlichen.
Bereits 2023 hatte Oberbürgermeister Keller die wirtschaftliche Zusammenarbeit durch die Vereinbarung „Karnataka – Düsseldorf Innovation Corridor“ bekräftigt. Ziel ist es, Start-ups in den Bereichen Industrie 4.0, Digital Health und Nachhaltigkeit gegenseitig zu unterstützen, Innovationsökosysteme zu vernetzen und internationale Talente zu gewinnen.
Enge Verbindungen bereits vorhanden
Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verbindungen zwischen Düsseldorf und Indien sind bereits eng. Rund 40 indische Unternehmen sind in der Landeshauptstadt registriert. Zudem leben mehr als 7.000 Menschen indischer Herkunft in Düsseldorf – die größte indische Community in Nordrhein-Westfalen. Landesweit sind es rund 35.000 Inderinnen und Inder, etwa ein Viertel der indischen Bevölkerung in Deutschland.
Mit der Reise nach Delhi und Bengaluru will Düsseldorf diese Beziehungen weiter festigen und neue Impulse für Wirtschaft und Innovation setzen.

