as stark von Graffiti und Vandalismus gezeichnete Pumpenhaus auf dem Rheindeich bei Kaiserswerth wird möglicherweise ertüchtigt © Christof Roche

Das stark von Graf­fiti und Van­da­lis­mus gezeich­nete Pum­pen­haus auf dem Rhein­deich bei Kai­sers­werth wird mög­li­cher­weise ertüch­tigt © Chris­tof Roche

 

Von Chris­tof Roche 

In eine poten­zi­elle Neu­nut­zung des Pum­pen­hau­ses in Kai­sers­werth kommt Bewe­gung. Im Zuge einer Mach­bar­keits­stu­die zeigte das Kul­tur­amt der Stadt Düs­sel­dorf auf der jüngs­ten Sit­zung der Bezirks­ver­tre­tung fünf (BV5) meh­rere Optio­nen auf, wie das unter Denk­mal­schutz ste­hende Gebäude ertüch­tigt wer­den kann. Aktu­ell befin­det sich das seit Jah­ren leer­ste­hende Pum­pen­haus auf­grund von Van­da­lis­mus­schä­den und Graf­fiti in einem sehr schlech­ten Zustand.  

Laut Ulrike Mütze vom Düs­sel­dor­fer Kul­tur­amt gibt es für das Haus auf dem Rhein­deich drei Optio­nen: Eine Nut­zung als Ate­lier für diverse Künst­ler, eine Künst­ler­re­si­denz, wonach ein Künst­ler dort bis zu sechs Mona­ten blei­ben kann, oder eine Mehr­fach­nut­zung, wobei das Gebäude als Künst­ler­re­si­denz und in den Som­mer­mo­na­ten als Trau­zim­mer genutzt wird. Mütze unter­strich, es gebe keine Ein­schrän­kun­gen, wel­che Künst­ler das Pum­pen­haus nut­zen könn­ten.  

Diese könn­ten aus den Berei­chen Male­rei, Musik, Lite­ra­tur oder bil­dende Kunst stam­men. Ins­ge­samt ver­fügt das Gebäude mit Unter­ge­schoss und Erd­ge­schoss über eine Gesamt­flä­che von 137 Qua­drat­me­tern. Die Kos­ten für eine nie­der­schwel­lige Sanie­rung des Pum­pen­hau­ses bezif­ferte Mütze auf 370.000 Euro bis 710.000 Euro, wobei der Aus­bau zur Künst­ler­re­si­denz auf jeden Fall auf­wen­di­ger sei als der zur Ate­lier­nut­zung. Die Kos­ten für die Mach­bar­keits­stu­die lie­gen laut Mütze bei 8.000 Euro. 

Der Bezirks­bür­ger­meis­ter Bene­dikt Stie­ber (CDU) begrüßte die Stu­die als Start­schuss für den wei­te­ren Pro­zess einer Ertüch­ti­gung des Pum­pen­hau­ses, stellte aber auch klar, dass die Stoß­rich­tung der neuen Nut­zung Sache der Bezirks­ver­tre­tung sei. Die stell­ver­tre­tende Bezirks­bür­ger­meis­te­rin, Nicola Irmer (SPD), wollte vom Kul­tur­amt wis­sen, ob eine Ertüch­ti­gung auch mit einem gerin­ge­ren Etat von bei­spiels­weise 100.000 Euro mög­lich sei und ob diverse Maß­nah­men wie Anschlüsse von Strom und Was­ser vor­ge­zo­gen wer­den könn­ten. Ulrike Mütze will dazu, auch in Abstim­mung mit wei­te­ren Ämtern, auf die BV5 zurück­kom­men.