
Jacques Tilly, Dietmar Wolf und Olaf Huurdemann
Zwei Abschnitte, zwei Welten: Während die südliche Friedrichstraße vom Regiohalt Bilk bis zum Fürstenwall nahezu fertiggestellt ist und nur wenig Leerstand aufweist, bestimmen nördlich davon weiterhin Baustellen und geschlossene Ladenlokale das Straßenbild. Besonders stark betroffen ist der Bereich zwischen Fürstenwall und Herzogstraße – ein Abschnitt, dem es seit Monaten an Frequenz fehlt.
Genau dort setzt die Anrainerinitiative DIE FRIEDRICHS nun einen bewusst provokanten Akzent. Von Montag, 2. Februar, bis Samstag, 7. Februar 2026, jeweils von 12 bis 19 Uhr, eröffnet in einem leerstehenden Ladenlokal ein Pop-up-Store mit Arbeiten des Düsseldorfer Karnevalskünstlers Jacques Tilly.
Im Zentrum des Ladens stehen während der gesamten Woche ausschließlich eigene Produkte von Tilly. Ergänzt wird das Angebot durch einen Blickfang im Schaufenster: Eine von ihm gestaltete Figur von Donald Trump schaut eine Woche lang auf die Friedrichstraße hinaus. Die überlebensgroße Darstellung soll Passanten anziehen, irritieren und zum Stehenbleiben bewegen – ganz im Sinne der satirischen Handschrift, für die Tilly weit über Düsseldorf hinaus bekannt ist.
Erst am Freitag, 6., und Samstag, 7. Februar, wird das Angebot im Pop-up-Store erweitert. Dann beteiligen sich die Düsseldorfer Labels Disco Ghost sowie Tiffany & Tom mit farbenfrohen und vielseitigen Kreationen. Hinzu kommen Arbeiten von Sonja Berghaus aus der Galeriewerkstatt Knechtsteden. Fotografien und Kunstwerke aus privatem Besitz ergänzen das Wochenende.
Mit der Aktion will die Initiative nicht nur verkaufen, sondern vor allem Aufmerksamkeit auf einen vernachlässigten Teil der Friedrichstraße lenken. Für eine Woche jedenfalls dürfte der graue Eindruck zwischen Fürstenwall und Herzogstraße von einer sehr präsenten politischen Karikatur überlagert werden.

