Prinzengarde feierte traditionsreiches Biwak © LB / Olf Oidtmann

Prin­zen­garde fei­erte tra­di­ti­ons­rei­ches Biwak © LB / Olf Oidtmann

 

Eine Woche vor Rosen­mon­tag ver­wan­delte sich der Markt­platz vor dem Rat­haus erneut in ein kar­ne­va­lis­ti­sches Zen­trum der Lan­des­haupt­stadt. Zum tra­di­tio­nel­len Biwak der Prin­zen­garde der Stadt Düs­sel­dorf ström­ten am Sonn­tag hun­derte Jecke in die Alt­stadt. Seit mehr als 50 Jah­ren ist die Ver­an­stal­tung fes­ter Bestand­teil des Düs­sel­dor­fer Kar­ne­vals und gilt als größ­tes Gar­de­tref­fen am Rhein.

Begüns­tigt von uner­war­tet freund­li­chem Febru­ar­wet­ter begann das Pro­gramm bereits am spä­ten Vor­mit­tag. Bei tro­cke­nen Bedin­gun­gen und mil­den Tem­pe­ra­tu­ren füllte sich der Platz schnell. Feld­kü­che, Kuchen­buf­fet sowie die Geträn­ke­an­ge­bote waren den gan­zen Tag über gut besucht und tru­gen zur ent­spann­ten, fami­liä­ren Atmo­sphäre bei.

Auf der Bühne vor dem Rat­haus prä­sen­tier­ten sich elf befreun­dete Gar­den aus Düs­sel­dorf und dem Umland. Das Publi­kum erlebte ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm mit Solo­ma­rie­chen, Tanz­paa­ren, klas­si­schen Gar­de­for­ma­tio­nen und humor­vol­len Män­ner­bal­letts. Die Auf­tritte folg­ten Schlag auf Schlag und sorg­ten dafür, dass kaum Zeit zum Durch­at­men blieb.

Ein beson­de­rer Moment war der gemein­same Ein­zug der Gar­den mit ihren Musik­zü­gen. Ange­führt von der Prin­zen­garde zu Pferd zogen die For­ma­tio­nen über die Bol­ker­straße zum Markt­platz und wur­den dort von den Zuschau­ern mit lau­tem Applaus emp­fan­gen. Im Rah­men des Biwaks ernannte die Düs­sel­dor­fer Prin­zen­garde zudem die Kom­man­dan­ten der Aache­ner Prin­zen­garde und der Oecher Penn erst­mals zu Ehren­ma­jors – ein deut­li­ches Zei­chen der gewach­se­nen Freund­schaft zwi­schen den Garden.

Auch die Tol­li­tä­ten präg­ten das Bild des Tages. Das amtie­rende Prin­zen­paar der Lan­des­haupt­stadt, Prinz Mar­kus I. und Vene­tia Nicole, zeigte ebenso Prä­senz wie die Kin­der­garde mit Kin­der­prinz Moritz I. und Kin­der­ven­e­tia Feli­cia, die beson­ders beim jün­ge­ren Publi­kum für Begeis­te­rung sorgten.

Für zusätz­li­che Auf­merk­sam­keit sorgte der Besuch von Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler, der gemein­sam mit sei­nem Amts­kol­le­gen aus der Part­ner­stadt Palermo, Roberto Lag­alla, auf der Bühne begrüßt wurde. Der Gast aus Ita­lien zeigte sich sicht­lich ange­tan von der offe­nen und herz­li­chen Stim­mung auf dem Marktplatz.

Mit Musik- und Gesangs­ein­la­gen klang das Biwak am spä­ten Nach­mit­tag aus. Gegen 17 Uhr endete die Ver­an­stal­tung plan­mä­ßig. Zurück blieb ein Markt­platz, der ein­mal mehr bewie­sen hatte, wel­che Bedeu­tung der Gar­de­kar­ne­val für Düs­sel­dorf hat – und eine Prin­zen­garde, die mit ihrem Biwak Tra­di­tion, Gemein­schaft und geleb­tes Brauch­tum ein­drucks­voll in Szene setzte.

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