Straßenkarneval in seiner schönsten Form © Lokalbüro

Stra­ßen­kar­ne­val in sei­ner schöns­ten Form © Lokalbüro

 

Mit der Messe Düs­sel­dorf und der Super­markt­kette Rewe hat der Düs­sel­dor­fer Kar­ne­val zwei neue Schwer­ge­wichte als Spon­so­ren gewon­nen. Wäh­rend sich die Köl­ner am bun­ten sonn­täg­li­chen Kö-Trei­ben betei­li­gen, tre­ten die Sto­cku­mer beim Kin­der­um­zug in die erste Reihe. Geschäfts­füh­rer Marius Ber­le­mann: „Wir über­neh­men die Schirmherrschaft.“

Und da er dem Brauch­tum „zuge­wandt“ sei, wolle die Messe gemein­sam mit dem Comi­tee Düs­sel­dor­fer Car­ne­val die­ses und die Jugend stär­ken. „Das passt per­fekt zur Messe“, sagte er. Rosen­mon­tag werde die Messe die Kar­ne­va­lis­ten mit Wurf­ma­te­rial aus­stat­ten und am Sams­tag ihre Stimme bei der Prä­mie­rung der bes­ten Gruppe abge­ben. Dar­über hin­aus kün­digte der Messe-Geschäfts­füh­rer an, dass das neue Enga­ge­ment keine Ein­tags­fliege sein werde.

In weni­gen Tagen geht die Ses­sion in die letzte Kurve. Neben der Stadt und der Poli­zei sind die Kar­ne­va­lis­ten mit einem gro­ßen Pro­gramm an den drei tol­len Tagen bes­tens vor­be­rei­tet. Den Auf­takt bil­det am Don­ners­tag Alt­wei­ber. Die große Bühne vor dem Rat­haus steht bereits. Ab 10.30 Uhr wird ein DJ die Menge bespie­len. Kurz vor dem obli­ga­to­ri­schen Rat­haus­sturm wird die Wim­mer Band den Angriff der Möh­nen musi­ka­lisch unter­ma­len. Anschlie­ßend wird bis in den Nach­mit­tag gefeiert.

Rund 6.000 Kin­der aus Kitas und Schu­len sowie 1.500 Beglei­ter sind die stolze Zahl, die den Düs­sel­dor­fer Kin­der- und Jugend­um­zug zum wohl größ­ten in Deutsch­land machen. Um 14 Uhr star­tet der när­ri­sche Nach­wuchs­lind­wurm am Burg­platz – dies­mal aber mit den Kleins­ten an der Spitze. Der Grund leuch­tet ein: Er liegt in der Schritt­länge der Kin­der. Denn wenn Grö­ßere an der Spitze lau­fen, kön­nen die Kleins­ten am Ende des Zuges nicht mehr mit­hal­ten, und es tun sich Lücken auf. Das wird dies­mal anders – ebenso wie die Situa­tion am Ende der Weg­stre­cke am Cor­ne­li­us­platz. Was sich aller­dings nicht ändert, sind die Aus­zeich­nun­gen: Als Lohn für die Mühe win­ken der Gewin­ner­gruppe ein Preis­geld von 300 Euro und die Teil­nahme am Rosenmontagszug.

Apro­pos Rosen­mon­tags­zug: Dass alle Welt auf die Reak­tion des Düs­sel­dor­fer Sati­ri­kers Jac­ques Tilly auf den Mos­kauer Schau­pro­zess schaut, steht außer Frage. Die Frage ist nur, wie er Putins Anklage in Form bringt und wel­che Gedan­ken er der Öffent­lich­keit offen­bart. Auf ins­ge­samt 13 Mot­to­wa­gen wird er das poli­ti­sche Welt­ge­sche­hen kom­men­tie­ren, wei­tere 124 wer­den diese beglei­ten. Dar­un­ter der gemein­same Wagen von DEG und For­tuna, erst­mals ein Wagen der japa­ni­schen Gemeinde und der Düs­sel­dor­fer Hoch­schule, der sich wohl eben­falls dem gesell­schaft­li­chen Tages­ge­sche­hen wid­men soll. „Wir haben alle Teil­neh­mer ani­miert, die Wagen poli­ti­scher und kri­ti­scher zu gestal­ten“, sagte CC-Geschäfts­füh­rer Uwe Wil­ler. „Lie­ber etwas schär­fer als zurück­hal­ten­der. Das ist der Mar­ken­kern des Düs­sel­dor­fer Karnevals.“

Bleibt noch das bunte Kö-Trei­ben am Sonn­tag. Nach­dem die Düs­sel­dor­fer Schau­stel­ler diese tra­di­ti­ons­rei­che Ver­an­stal­tung vor dem Aus geret­tet hat­ten, über­nahm das Comi­tee die Orga­ni­sa­tion die­ses Tages. Wie­der spielt die Bühne auf dem Cor­ne­li­us­platz eine wich­tige Rolle, auf der um 12 Uhr das Unter­hal­tungs­pro­gramm beginnt und bis in den spä­ten Nach­mit­tag dau­ert. Erwei­tert wurde das Ange­bot der Stände, sodass nun zehn wei­tere und damit 62 Buden auf der Kö ver­teilt sind. Dazu gesel­len sich zwei Food­trucks des neuen Spon­sors Rewe.

Alles in allem erwar­ten Düs­sel­dorfs Jecken ein rei­bungs­lo­ses, fried­li­ches und bun­tes Finale der Ses­sion 200+1, das noch vom Schwung der ver­gan­ge­nen Jubi­lä­ums­ses­sion getra­gen wird. CC-Chef Lothar Hör­ning: „Unsere Ver­eine mel­den mehr Zuspruch und mehr Mit­glie­der in ihren Reihen.“

 

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