Brand in Elektrounterverteilung im Keller eines Mehrfamilienhaues © Patrick schüller

Brand in Elek­tro­un­ter­ver­tei­lung im Kel­ler eines Mehr­fa­mi­li­en­haues © Patrick Schüller

 

Bei einem Brand in der Elek­tro­un­ter­ver­tei­lung eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses in Düs­sel­dorf-Ober­kas­sel ist am Sams­tag­vor­mit­tag nie­mand ver­letzt wor­den. Das Feuer führte jedoch zu einem Strom­aus­fall in meh­re­ren Gebäu­den der Schanzenstraße.

Nach Anga­ben der Feu­er­wehr ging gegen 9.46 Uhr eine Mel­dung über eine Rauch­ent­wick­lung im Kel­ler­be­reich des Hau­ses ein. Meh­rere Anru­fer berich­te­ten von einer Ver­rau­chung des Trep­pen­raums. Die Leit­stelle alar­mierte dar­auf­hin zwei Lösch­züge sowie den Ret­tungs­dienst zur Schanzenstraße.

Vor Ort stell­ten die Ein­satz­kräfte fest, dass der Rauch aus einem ver­schlos­se­nen Betriebs­raum der Netz­ge­sell­schaft Düs­sel­dorf stammte. In dem rund zehn Kubik­me­ter gro­ßen Raum befin­det sich ein 10-Kilo­volt-Trans­for­ma­tor – eine im Düs­sel­dor­fer Stadt­ge­biet übli­che Anlage zur Strom­ver­sor­gung. Da Anwoh­ner kei­nen Zugang zu dem Raum hat­ten, berei­te­ten die Ein­satz­kräfte ein gewalt­sa­mes Öff­nen vor und alar­mier­ten par­al­lel den Ent­stör­dienst des Netzbetreibers.

Zeit­gleich kam es in meh­re­ren Gebäu­den der Schan­zen­straße zu einem voll­stän­di­gen Strom­aus­fall. Auf­grund der beson­de­ren Gefah­ren­lage durch die Hoch­span­nungs­tech­nik for­derte die Feu­er­wehr zusätz­lich einen Son­der­lösch­mit­tel­be­häl­ter mit Koh­len­di­oxid an, um den Raum im Bedarfs­fall flu­ten zu kön­nen. Das betrof­fene Haus sowie angren­zende Gebäude wur­den umfas­send auf eine mög­li­che Rauch­aus­brei­tung kon­trol­liert. Eine wei­tere Ver­rau­chung wurde nicht festgestellt.

Der Brand in der Elek­tro­un­ter­ver­tei­lung konnte schließ­lich durch den geziel­ten Ein­satz von Koh­len­di­oxid­lö­schern rasch gelöscht wer­den. Per­so­nen kamen nicht zu Schaden.

Nach Abschluss der Lösch­ar­bei­ten wurde der Bereich belüf­tet. Ein Trupp des Netz­be­trei­bers erkun­dete den Trans­for­ma­tor­raum unter Atem­schutz. Ins­ge­samt waren etwa 15 Gebäude auf der Schan­zen­straße von dem Strom­aus­fall betroffen.

Gegen 11.25 Uhr über­gab die Feu­er­wehr die Anlage nach einer abschlie­ßen­den Kon­trolle mit einer Wär­me­bild­ka­mera an die Netz­ge­sell­schaft zur wei­te­ren Repa­ra­tur. Die Wie­der­her­stel­lung der Strom­ver­sor­gung erfolgt durch den Netz­be­trei­ber. Zur Dauer der Arbei­ten konnte die Feu­er­wehr keine Anga­ben machen. Die Brand­ur­sa­che ist bis­lang unklar.