Von Chris­tof Roche

Der Wet­ter­gott muss ein wah­rer Freund des Witt­lae­rer Brauch­tums sein. Kurz vor dem Start von Düs­sel­dorfs kleins­tem Kar­ne­vals­um­zug am Rosen­mon­tag fie­len ein paar Trop­fen vom Him­mel. Als sich der Zug jedoch kurz nach 14.30 Uhr in Bewe­gung setzte, war wie­der alles tro­cken. Das blieb auch so, bis die Jecken nach gut einer Stunde ihren Ziel­ort erreich­ten – das Zelt auf dem Schützenplatz.

Dort ange­kom­men und im Tro­cke­nen, öff­nete der Him­mel erneut seine Pfor­ten, und ein kräf­ti­ger Schauer ging nie­der. Der aus­ge­las­se­nen Stim­mung im Zelt tat das in Erwar­tung des tra­di­ti­ons­rei­chen Musi­kacts „Silke zahlt“ jedoch kei­nen Abbruch.

Bevor die Band die Stim­mung im Zelt zum Kochen brachte, dankte der Vor­sit­zende des Hei­mat­ver­eins „Wir für Witt­laer“, Roman Weso­low­ski, noch ein­mal allen Spon­so­ren und wei­te­ren Hel­fern der Ver­an­stal­tung, „ohne die ein Dorf wie Witt­laer ein sol­ches Ereig­nis nicht stem­men kann“.

Übri­gens: Auch ganz klein kann poli­ti­sche Satire. Unter dem Motto „6 Mio im A….“ machte das Dorf mit einem Mot­to­wa­gen deut­lich, was die Bür­ger vom bereits gestar­te­ten Rück­bau der alten B 8 hal­ten, die den Düs­sel­dor­fer Nor­den mit dem Duis­bur­ger Süden auf dem „klei­nen Dienst­weg“ ver­bin­det – näm­lich nichts.