Zugestellter Überweg © Lokalbüro
Zugestellter Überweg durch zuviel Busse an der Heinrich-Heine-Allee © Lokalbüro

Was sich an der Hein­rich-Heine-Allee regel­mä­ßig abspielt, ist kein blo­ßes Ärger­nis mehr – es ist ein hand­fes­ter Miss­stand. Mehr­fach pro Woche par­ken Lini­en­busse den kom­plet­ten Fuß- und Rad­weg zu. Fuß­gän­ger sehen weder die Ampel noch den Ver­kehr. Wer aus Rich­tung Carl­stadt oder Alt­stadt kommt, wird gezwun­gen, blind auf die Fahr­bahn zu tre­ten. An einem der meist­fre­quen­tier­ten Orte der Stadt.

Dass hier noch nichts pas­siert ist, grenzt an Glück. Ver­ant­wor­tungs­voll ist das nicht.

Das Lokal­büro hat die Rhein­bahn wie­der­holt auf die gefähr­li­che Situa­tion hin­ge­wie­sen. Die Ant­wort: Man kenne das Pro­blem, man werde Abhilfe schaf­fen, die Busse wür­den künf­tig kor­rekt vor dem Über­gang hal­ten und erst wei­ter­fah­ren, wenn der Über­weg frei bleibt. Eine Selbst­ver­ständ­lich­keit – zumin­dest auf dem Papier.

In der Rea­li­tät pas­siert: nichts. Oder schlim­mer noch – immer wie­der das­selbe. Meh­rere Busse stauen sich an der Hal­te­stelle, blo­ckie­ren Wege, igno­rie­ren Sicht­ach­sen und set­zen Fuß­gän­ger unnö­ti­gen Risi­ken aus. Ent­we­der sind die Fahr­pläne so rea­li­täts­fern gestrickt, dass regel­kon­for­mes Ver­hal­ten kaum mög­lich ist. Oder ein Teil der Fah­rer miss­ach­tet schlicht die Ver­kehrs­re­geln. Bei­des ist inakzeptabel.

Hier geht es nicht um eine Klei­nig­keit, son­dern um Ver­kehrs­si­cher­heit. Wer den öffent­li­chen Nah­ver­kehr als Rück­grat der Mobi­li­tät pro­pa­giert, darf an so zen­tra­ler Stelle keine Zustände dul­den, die Fuß­gän­ger gefähr­den. Zusa­gen erset­zen keine Kon­trolle, und Ein­sicht ersetzt kein Handeln.

Die Hein­rich-Heine-Allee ist kein Abstell­gleis. Die Rhein­bahn muss end­lich dafür sor­gen, dass Regeln ein­ge­hal­ten wer­den – kon­se­quent und dau­er­haft. Alles andere ist Weg­schauen. Und das ist, an die­ser Stelle, schlicht unverantwortlich.

Nach­dem das Lokal­büro die Rhein­bahn mehr­fach auf diese Situa­tion hin­ge­wie­sen hatte, hat das Unter­neh­men nun reagiert. Wir erhiel­ten fol­gende Stel­lung­nahme: Die Rhein­bahn hat die Hal­te­li­nie wei­ter in Rich­tung Ratin­ger Tor ver­legt. Die Stadt wurde gebe­ten, die alte Hal­te­li­nie zu ent­fer­nen. Man hoffe, dass dies zeit­nah geschehe. Bis dahin werde der neue Hal­te­punkt durch soge­nannte Hal­ten­ä­gel kennt­lich gemacht. Zudem seien die Fah­re­rin­nen und Fah­rer noch ein­mal aus­drück­lich sen­si­bi­li­siert wor­den, den Über­weg nicht zu blockieren.